Schwangerschaft und Infektion

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

16.06.2015 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Zur Online-Anmeldung: Schwangerschaft und Infektion

Alternativ können Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zuschicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Programm

19:30 Uhr     Einlass / Imbiss

20:00 Uhr    Begrüßung und Einführung                 
Prof. Dr. Dr. Hany Sahly

20:10 Uhr    Virusinfektionen in der Schwangerschaft
Dr. Christian Noah
       
20:40 Uhr    HIV und Hepatitis in der Schwangerschaft
Prof. Dr. Hans-Jürgen Stellbrink

21:10 Uhr    Antibiotikatherapie in der Schwangerschaft
Prof. Dr. Dr. Hany Sahly       
 
21:40 Uhr     Diskussion

22:00 Uhr     Ende der Veranstaltung

zum Thema:

Infektionen stehen in der Schwangerschaft im besonderen Fokus, da diese häufig ein erhebliches Risiko für die Schwangerschaft und für das ungeborene Kind darstellen. Diese können, abhängig vom Erreger und vom Zeitpunkt der Infektion, zu Abort, einer intrauterinen oder neonatalen Erkrankung, zu Missbildungen oder zu einer persistierenden Infektion führen.  Untersuchungen zum Nachweis bzw. Ausschluss von Infektionen bzw. zur Abklärung der Immunitätslage sind daher von großer Relevanz. Entsprechend ist gemäß Mutterschaftsrichtlinien die Abklärung wichtiger Infektionen wie Syphilis, Röteln, Hepatitis B, Chlamydien-Infektion und HIV vorgesehen. Zur Optimierung der individuellen Vorsorge sind ergänzende Untersuchungen zur Erfassung weiterer Infektionen sinnvoll. Dazu gehören Zytomegalie, Varizellen, Ringelröteln, Toxoplasmose oder B-Streptokokkeninfektion.

Vor diesem Hintergrund ist zu beachten, dass das Spektrum therapeutischer Optionen in der Schwangerschaft eingeschränkt ist. Deshalb können mikrobielle Infektionen in der Schwangerschaft eine Herausforderung darstellen, wenn sie eine spezifische Antibiotikatherapie erfordern. Zu berücksichtigen ist, dass die Mehrzahl der Antibiotika plazentagängig ist. Eine Orientierungshilfe für die Auswahl eines adäquaten Antibiotikums stellt die entsprechende Risiko-Gruppen-Einteilung dar. Der therapeutische Erfolg muss gegen mögliche unerwünschte Nebenwirkungen für das ungeborene Kind abgewogen werden.

Die ersten beiden Vorträge widmen sich „schwangerschaftsrelevanten Virusinfektionen“: Welche Viren sind wichtig? Welche Diagnostik ist sinnvoll? Welche Konsequenzen ergeben sich aus dem Laborbefund? Nach einem allgemeinen Überblick befasst sich der zweite Vortrag speziell mit HIV und Hepatitis-Viren und zeigt praxisorientiert den aktuellen Stand der Transmissionsprophylaxe auf. Der dritte Vortrag legt den Schwerpunkt auf die antimikrobielle Therapie wichtiger bakterieller und parasitärer Erkrankungen.