Reise- und Tropenmedizin – ein Update aus Praxis und Labor

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

28.04.2015 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Zur Online-Anmeldung: Reise- und Tropenmedizin – ein Update aus Praxis und Labor

Alternativ können Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zuschicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Programm

19:30 Uhr Einlass / Imbiss

20:00 Begrüßung und Einführung
Dr. Andreas Lämmel

20.10 Uhr Reise- und Tropenmedizin in der Praxis: Rationelle Anamnese, Diagnostik und Therapie
Dr. med. Andreas Meyer

20.35 Uhr Reisediarrhö
Prof. Dr. med. Hany Sahly

21.00 Uhr Malaria – Update zu Prophylaxe, Diagnostik und Therapie
Dr. med. Simone Korten

21.25 Uhr Reise- und tropenmedizinisch relevante Impfungen, Indikationen und Probleme
Dr. med. Dirk Berzow

21.50 Uhr Diskussion

22.00 Uhr Ende der Veranstaltung

zum Thema:

In dieser Fortbildungsveranstaltung werden die häufigen tropenmedizinischen Themenkomplexe Diarrhö, Malaria und Impfungen sowie eine praxisnahe Übersicht über rationelles Vorgehen von der Anamnese bis zur Therapie vorgestellt.

In Deutschland reisen etwa fünf Millionen Bürger pro Jahr in tropische oder subtropische Regionen. Zwischen 20 und 50 Prozent von ihnen werden während des Aufenthalts oder unmittelbar nach der Rückkehr krank. Die häufigsten Beschwerden,  die nach Reiserückkehr einen Arztbesuch veranlassen, sind Fieber, Diarrhö und Dermatosen. Ursache sind teils lebensbedrohliche Infektionserkrankungen, z.B. durch Parasiten verursachte Malaria, Bilharziose und Amöbiasis sowie virusbedingtes Gelbfieber, hämorrhagisches Fieber, Denguefieber, Tollwut und Hepatitis A. Auch bakterielle Infektionen wie Tetanus und Typhus sowie durch Stechmücken oder Zecken übertragene zerebrale Erkrankungen treten auf. Zirka 5% der Malariafälle bei Reiserückkehrern verlaufen trotz Therapie tödlich. Daher sind umgehend, insbesondere bei Fieber, aber auch anderen unspezifischen Symptomen mittels Reiseanamnese und Laboruntersuchungen tropenmedizinische Infektionen abzuklären. Reisediarrhöen kommen sehr häufig vor und verlaufen oft selbstlimitierend bzw. unkompliziert nach Flüssigkeitssubstitution. Protrahierte und schwerere Verläufe mit z.B. blutigem Durchfall und/oder Fieber sollten stets ärztlich abgeklärt werden. Auch seltene Erkrankungen, wie z.B. die in Südostasien endemisch vorkommenden Wurminfektionen Paragonimiasis bzw. Clonorchiasis oder Protozoeninfektionen wie Leishmaniasis und die afrikanische und südamerikanische Trypanosomiasis werden regelmäßig diagnostiziert.           

Durch eine rechtzeitige, mind. 6 Wochen (optimal 2-3 Monate) vor Reiseantritt durchgeführte ärztliche Beratung kann die Gefahr von Infektionen signifikant gesenkt werden. Impfungen, medikamentöse Prophylaxe und Verhaltensregeln sind wichtige wirksame Präventionsmaßnahmen von Infektionskrankheiten, die spezifisch nach jedem Reiseland und nach aktuellem Stand ausgerichtet sein sollten. Reisende sollten ebenso stets auf alle potentiellen, auch nicht-infektionsbedingten Gesundheitsgefährdungen sowie allgemein vorbeugende Maßnahmen hingewiesen werden.