Neue Aspekte zur Diagnose und Therapie des Multiplen Myeloms

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

25.09.2012 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Zur Online-Anmeldung: Neue Aspekte zur Diagnose und Therapie des Multiplen Myeloms

Alternativ können Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zuschicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Programm

20.15 Uhr       Dr. Andreas Lämmel
Begrüßung und Einführung

20.30 Uhr       Dr. Frank Korioth
Hevylite® - Ein neuer Laborparameter bei Monoklonalen Gammopathien

20.50 Uhr       PD Dr. Jutta Jenderny
Genetische Veränderungen beim Multiplen Myelom (MM)

21.20 Uhr       Dr. Hans Salwender
Neue diagnostische und therapeutische Möglichkeiten beim Multiplen Myelom

21.50 Uhr
Diskussion

22.30 UhrEnde der Veranstaltung

zum Thema:

Für die Diagnose und Verlaufskontrolle des Multiplen Myeloms (MM) ist die Bestimmung der  Parameter IgA, IgM und IgG mittels Immunfixationselektrophorese seit vielen Jahren ein wichtiges Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Paraproteinen. Die Aussagekraft dieser Bestimmung wird jedoch durch eine gleichzeitige Erfassung monoklonaler und polyklonaler Immunglobuline beeinträchtigt. Seit kurzer Zeit steht mit dem Parameter Hevylite® ein neues Testsystem zur Verfügung, das eine Differenzierung zwischen monoklonalen und polyklonalen Immunglobulinen und damit eine exakte Quantifizierung des Paraproteins ermöglicht. 

Neben klinischen Parametern stellen Chromosomenveränderungen beim MM wichtige Prognosefaktoren dar. Einen negativen Einfluss auf die Prognose haben bestimmte Translokationen (t) des Immunglobulin-Schwerkettengens IGH in 14q32 mit unterschiedlichen Partnergenen, wie die t(4;14), t(14;16) oder t(14;20), und die Deletion 17p13, die mittels Fluoreszenz-in-situ-Hybridisierung (FISH) nachgewiesen werden können. Prognostisch ungünstig ist ebenfalls der Nachweis einer Aneuploidie oder Deletion von Chromosom 13q mittels konventioneller Chromosomenanalyse. Diese Hochrisiko-Konstellation findet man bei ca. 25% der Patienten, die anderen 75% der Patienten zeigen ein günstigeres Ansprechen auf die Therapie. Um einem Patienten eine optimale Therapie anbieten zu können, ist somit eine exakte Erfassung seines Risikoprofils notwendig.

Die Therapie, aber auch die Diagnostik des MM machen ungebremst auch in diesem Jahr große Fortschritte. Im dritten Vortrag der Fortbildungsveranstaltung werden Sie einen Überblick über die derzeitigen Therapiemöglichkeiten für transplantable und nicht-transplantable Patienten erhalten. Darüber hinaus werden Sie einen Eindruck von den neuesten Entwicklungen gewinnen.