Helicobacter pylori: Diagnostik und Therapie vor dem Hintergrund der aktualisierten Leitlinie

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

23.02.2016 um 20:00 Uhr

Anmeldung

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Alternativ können Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zuschicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Programm

 19:30 Uhr    Einlass / Imbiss

20:00 Uhr    Begrüßung und Einführung                 
                     Dr. Andreas Lämmel

20:05 Uhr    Helicobacter-assoziierte Pathologie der Magenschleimhaut
                     Prof. Dr. Sören Schröder
                     Prof. Dr. Thomas Günther 
       
20:35 Uhr    Diagnostik der Helicobacter-pylori-Infektion
                     Dr. Gerrit Mohrmann

20:55 Uhr    Helicobacter-pylori-Eradikation - Zeit für einen                            
                     Paradigmenwechsel

                     Prof. Dr. Stephan Miehlke
 
21:40 Uhr    Diskussion

22:00 Uhr     Ende der Veranstaltung

zum Thema:

Die Helicobacter-pylori-Infektion ist nach wie vor eine der häufigsten Infektionen des humanen Gastrointestinaltrakts. Es wird angenommen, dass die Hälfte der Weltbevölkerung mit H. pylori infiziert ist. Die H.-pylori-Infektion ist mit einer erheblichen Morbidität assoziiert und stellt einen signifikanten Risikofaktor für dyspeptische Oberbauchbeschwerden, die Ulkuskrankheit, das Magenkarzinom und das gastrale MALT-Lymphom dar.

Für die Diagnostik entzündlicher und neoplastischer Erkrankungen des Magens ist die feingewebliche Untersuchung durch den Pathologen von zentraler Bedeutung. Nach wie vor gilt die histologische Verifizierung der Helicobacter-Infektion als Goldstandard. Aber auch andere entzündliche Veränderungen aus dem Gastritis-„ABC“ lassen sich nur histologisch zuverlässig sichern. Die chronische Entzündung als Wegbereiter einer Neoplasie ist in der Magenschleimhaut besonders eindrucksvoll nachzuvollziehen. Dabei sind in erster Linie die Atrophie der gastralen Mukosa und die intestinale Metaplasie Risikofaktoren für eine neoplastische Transformation.

Der unterschiedliche histologische Aspekt der bösartigen Magentumoren ist Ausdruck der heterogenen genetischen Alterationen in der Tumorentwicklung. Das Verständnis der Tumorbiologie stellt eine wesentliche Voraussetzung für eine optimierte Therapie dar.

Zum Nachweis einer Infektion mit H. pylori stehen darüber hinaus verschiedene invasive und nicht-invasive Testmethoden zur Verfügung. Insbesondere der Harnstoff-Atemtest sowie der Antigen-Stuhltest eignen sich als nicht-invasive Testsysteme zum Nachweis einer Infektion sowie zur Kontrolle des Therapieerfolges. Im Rahmen einer Magenspiegelung ist die Durchführung eines Urease-Schnelltests möglich, der eine direkte Aussage zu einer möglichen H.-pylori-Infektion erlaubt. Darüber hinaus können aus einer Magenbiopsie neben der histologischen Untersuchung die Anzucht und Resistenz-
testung der Erreger sowie der Nachweis von H.-pylori-DNA mittels Real-time-PCR erfolgen.

In den letzten 10 Jahren wird eine zunehmende Resistenz von H. pylori gegen verschiedene Antibiotika beobachtet. Aufgrund dieser Entwicklungen vollzieht sich in der Therapie der H.-pylori-Infektion gegenwärtig ein Paradigmenwechsel, der sich bereits in den europäischen Empfehlungen 2012 und nun auch in der aktualisierten DGVS-Leitlinie 2016 niedergeschlagen hat. Danach sollte die Bismut-Quadrupeltherapie bereits in der Erstlinientherapie immer dann eingesetzt werden, wenn Risikofaktoren für eine Clarithromycinresistenz vorliegen (Migrationshintergrund, frühere Makrolidexposition). Auch bei Patienten ohne Risikofaktoren wird die Bismut-Quadrupeltherapie als Option für die Erstlininientherapie und nach Versagen der Standardtripeltherapie als Zweitlininientherapie empfohlen.

Link zur DGVS-Leitlinie 2016

Dateien zum Download:

Einladung