Frühlingserwachen: Können denn Sonne, Luft und Wasser schädlich sein?

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

06.05.2014 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Zur Online-Anmeldung: Frühlingserwachen: Können denn Sonne, Luft und Wasser schädlich sein?

Alternativ können Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zuschicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Einlass/Imbiss: ab 19:30 Uhr

Programm

20.00 Uhr    Dr. Andreas Lämmel
Begrüßung und Einführung

Moderation:
Prof. Dr. Volker Steinkraus
Priv.-Doz. Dr. Arno Kromminga

20.15 Uhr        Priv.-Doz. Dr. Arno Kromminga
Differenzierte Diagnostik Pollen-assoziierter allergischer Reaktionen

20.45 Uhr        Dr. Gerrit Mohrmann
Start in die Borrelien-Saison

21.15 Uhr        Priv.-Doz. Dr. Nina Booken
Sonnenlicht-Exposition: Chancen und Risiken

22.00 Uhr       
Diskussion 

22.15 Uhr       
Ende der Veranstaltung, kleiner Imbiss

zum Thema:

Der milde Winter und frühe Beginn des Frühlings führte bereits zu einer Steigerung der Pollenbelastung in diesem Jahr. Schon Anfang März flogen die Hasel- und Erlenpollen, anschließend die Birkenpollen. Ab Mai werden die Gräserpollen in der Luft sein, im Hochsommer dann schließlich die Kräuterpollen (Beifuß, Ambrosia). Annähernd 16 % der Deutschen leiden unter einer saisonalen allergischen Rhinitis, mit steigender Tendenz. Neben den bekannten Symptomen wie Konjunktivitis, Sinusitis bis hin zum Asthma, ist zu bedenken, dass auf Grund von Kreuzreaktionen bei primärer Pollensensibilisierung sekundär Nahrungsmittelallergien gegen eine große Anzahl von Nahrungsmitteln wie Nüsse, Kernobst, Gewürze und Gemüse auftreten können. Der Vortrag wird einen Überblick über die Mechanismen der Immunreaktionen sowie Beispiele gezielter molekularer Diagnostik geben sowie Ausblicke auf neue therapeutische Verfahren aufzeigen.

Die Lyme-Borreliose stellt in Deutschland die häufigste durch Zecken übertragene Erkrankung dar. Mit dem Beginn des Frühlings kommt es wieder zu einer gesteigerten Zeckenaktivität und somit zu einer Zunahme der durch diesen Vektor übertragenen Infektionen. Die Durchseuchung der Zecken ist regional unterschiedlich und kann bis zu 30 % betragen. Bei etwa 5 % der Personen, die von einer Zecke gestochen werden, kommt es zu einer Borrelien-Infektion. Der Gipfel der auftretenden Borrelien-Infektionen wird in den Sommermonaten zwischen Juli und September erreicht. In der Mehrzahl der Fälle kommt es zu einer spontanen Ausheilung der Infektion. Allerdings können bei unbehandelten Patienten chronische Verläufe auftreten. Aufgrund unterschiedlicher Latenzzeiten kann die Borrelien-Infektion in Früh- und Spätstadien eingeteilt werden, wobei Frühstadien auch symptomfrei durchlaufen werden können. Eine typische klinische Manifestation in der Frühphase der Borrelien-Infektion ist das Erythema migrans, welches in 60 bis 80 % der Fälle beobachtet wird. Im Rahmen der Dissemination der Erreger können darüber hinaus verschiedene Organmanifestationen wie Lyme-Arthritis, Neuroborreliose oder Acrodermatitis chronica atrophicans auftreten. Jede der klinischen Manifestationen kann isoliert, aber auch in Kombination mit weiteren Symptomen auftreten.

Ohne die Sonne wäre ein Leben nicht möglich. Ihre Strahlung unterstützt die Photosynthese bei Pflanzen, sorgt für Licht und Wärme, fördert unsere Vitalität und unser seelisches Wohlbefinden. Sie ermöglicht die Bildung des lebenswichtigen Vitamins D3 und hat als UV-Phototherapie seit mehr als 3000 Jahren einen großen Stellenwert in der Therapie der entzündlichen Dermatosen. Aber daneben kann das Sonnenlicht der Gesundheit sehr schaden. Die Haut altert deutlich schneller, und es kann zu akuten oder chronischen Lichtschäden kommen. Insbesondere wächst langfristig das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Der Vortrag wird einen Überblick über Chancen und Risiken der Sonnenlicht-Exposition geben.