Das Labor Lademannbogen ist gemäß DIN EN ISO 17025 für Forensische Toxikologie inkl. zur Fahreignungsdiagnostik akkreditiert.

Ob Urinprobe, Haaranalyse oder Informationen zur MPU-Vorbereitung – die Experten des Labor Lademannbogen stehen Ihnen mit Rat und Tipps zur Seite:

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Drogen- und Alkohol-Testung für eine MPU

MPU: Medizinisch-Psychologische Untersuchung

Nach einem Verlust der Fahrerlaubnis auf Grund eines Vorfalls mit Alkohol oder Drogen am Steuer kann durch behördliche Anordnung zur Wiedererlangung des Führerscheins eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung, kurz MPU, notwendig werden. Bereits vor der eigentlichen MPU müssen die betroffenen Probanden den Nachweis einer Abstinenz von Alkohol bzw. den Nachweis einer Drogenfreiheit erbringen.

Für die MPU sind insbesondere die Regelungen der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) und der Beurteilungskriterien für die Fahreignungsbegutachtung zu beachten. Seit dem 1. Mai 2014 gelten die Anforderungen der 3. Auflage der Beurteilungskriterien der Deutschen Gesellschaften für Verkehrsmedizin und -psychologie für die Fahreignungsbegutachtung.* Im Folgenden haben wir einige wichtige Hinweise zum Thema MPU-Abstinenzkontrollprogramme bzw. Abstinenz-Checks zusammengestellt:

Anforderungen an Labore und den Probentransport

Jede Probe muss so transportiert werden, dass sie vor unberechtigtem Zugriff geschützt ist. Dazu, und zur Verhinderung von Probenverwechslungen, sind geeignete Maßnahmen zu treffen. Für die Beauftragung von Analysen für eine MPU ist daher erforderlich:

1. Probentüte Forensische Toxikologie
2. Anforderungsformular Forensische Toxikologie / MPU

Beides können Sie bei uns per Fax bestellen: Download Bestellformular


Unser Labor ist gemäß DIN EN ISO / IEC 17025 für forensische Zwecke inkl. zur Fahreignungsdiagnostik akkreditiert. Daher werden unsere Befundberichte bei allen MPU-Stellen anerkannt.

MPU-relevante Analysen dürfen ausschließlich von einem nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditierten Labor durchgeführt werden. Alle Analysen sind akkreditiert nach DIN EN ISO 17025 für forensische Zwecke inklusive zur Fahreignungs-Diagnostik (Akkreditierungs-Urkunde / Verfahrensliste) und werden nach den gültigen Richtlinien zur Begutachtung der Fahreignung (CTU-Kriterien) durchgeführt.

Informationen für Ärzte, die MPU-Programme durchführen möchten

Die Anforderungen an die Probennahme und die MPU-Abstinenzprogramme (Kontrollprogramme) wurden zuletzt erhöht. Dennoch kann prinzipiell jeder Arzt Probennahmen und MPU-Abstinenzkontrollen durchführen, sofern er bzw. sie die dafür notwendige Qualifikation nachweisen kann.

Folgende Ärzte und Toxikologen dürfen Probennahmen und Abstinenzprogramme durchführen:**

Jeder Arzt bzw. jede fachlich geeignete Institution kann MPU-Abstinenzkontrollen durchführen, sofern sie/er die CTU-Bedingungen erfüllt. Dazu gehört, dass an einschlägigen Fort- und Weiterbildungen wie z.B. dem Curriculum der DGVM zu CTU 2 teilgenommen wurde und dass ein System der Qualitätssicherung vorliegt. Die spezifische Qualifikation für forensische Abstinenzkontrollen einschließlich Probennahme und Drogenanalytik für forensische Zwecke muss dargelegt werden können. Wir beraten Sie bei Interesse gerne.

Folgende Personen sind generell qualifiziert für Probennahmen und Abstinenzprogramme:
- Ärzte/Toxikologen in einem forensisch akkreditierten Labor
- Ärzte einer Begutachtungsstelle für Fahreignung
- Ärzte des Gesundheitsamtes oder anderen Arzt der öffentlichen Verwaltung
- Fachärzte mit verkehrsmedizinischer Qualifikation
- Fachärzte für Rechtsmedizin
- Ärzte mit Gebietsbezeichnung Arbeitsmedizin oder Zusatzbezeichnung Betriebsmedizin

Jede entnehmende Stelle muss dem Klienten gegenüber stets neutral sein und nicht in einen Interessenskonflikt kommen, z.B. wenn sich positive Befunde oder Unregelmäßigkeiten bei der Durchführung ergeben. Deshalb sind behandelnde Ärzte, Berater und Therapeuten sowie Rechtsvertreter ausgeschlossen.


Die Probengewinnung 
muss nach bestimmten Vorgaben erfolgen und dokumentiert werden, u.a. gilt:
- Probengewinnung erfolgt spätestens am Folgetag der Einbestellung
- Uringewinnung unter direkter Sichtkontrolle
- Dokumentation auf dem Anforderungsformular Forensische Toxikologie / MPU
- Proben für eine MPU müssen deutlich gekennzeichnet werden.
- Lagerung und Transport unter geeigneten Bedingungen, in der Probentüte Forensische Toxikologie


Unter bestimmten Voraussetzungen kann Haar untersucht werden. Dazu gibt es klarere Vorgaben:
- maximal zu untersuchende Haarlänge für Drogenanalysen ist 6 cm (bei EtG: 3 cm)
- gebleichte Haare werden generell nicht mehr akzeptiert
- kolorierte Haare werden akzeptiert (außer EtG), wenn zusätzliche Urinabgaben erfolgen
  oder eine ergänzende Analyse von 6 cm unbehandeltem Haar stattfindet
- Körperhaare können alternativ verwendet werden, jedoch nicht abschnittsweise
- eine EtG-Bestimmung in Achselhaaren ist nicht zulässig

*: W. Schubert, V. Dittmann, J. Hartmann-Brenner (Hrsg.) Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien. 3. Auflage. Kirschbaum Verlag, Bonn, 2013.

**: Gemäß Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) Anlage 4a (zu den §11 Absatz 5), Schreiben des BMVI vom 05.08.2014 und dem 10. Gemeinsamen Symposium der DGVM und DGVP (Workshop 5).

 
Das Labor Lademannbogen ist gemäß DIN EN ISO 17025 für Forensische Toxikologie inkl. zur Fahreignungsdiagnostik akkreditiert.