Nierenparameter eGFR: Ersatz der MDRD-Formel durch die CKD-EPI-Formel ab dem 01.11.21

Aus dem im Serum bestimmten Kreatinin-Wert wird zur Einschätzung der Nierenfunktion rechnerisch eine eGFR (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate) in ml/min/1,73m² ermittelt. Dieses wurde bisher mittels der MDRD-Formel (Modification of Diet in Renal Disease) durchgeführt.

Schon seit einiger Zeit empfehlen die nephrologischen Fachgesellschaften (Deutsche Gesellschaft für Nephrologie DGfN, Kidney Disease: Improving Global Outcomes Foundation KDIGO u.a.) statt der MDRD-Formel den Einsatz der CKD-EPI-Formel (Chronic Kidney Disease Epidemiology Collaboration). Diese Empfehlung findet sich auch in der aktuellen nephrologischen Leitlinie "Rationelle Labordiagnostik zur Abklärung Akuter Nierenschädigungen und Progredienter Nierenerkrankungen" vom April 2021 wieder. Die CKD-EPI-Formel zur Abschätzung der eGFR bietet Vorteile im Vergleich zur MDRD-Formel, da sie alle Stadien der chronischen Niereninsuffizienz abbildet. Vor allem ist sie genauer im unauffälligen GFR-Bereich über 60 ml/min/1,73m². Es werden dadurch weniger Patienten fälschlich als beginnend niereninsuffizient eingestuft.

Das Labor Lademannbogen hat sich aus diesen Gründen dazu entschieden, ab dem 01.11.2021 die bisherige MDRD-eGFR durch die CKD-EPI-eGFR zu ersetzen.