Corona-Update

Sehr geehrte Einsenderinnen und Einsender, liebes Praxisteam,

im Folgenden informieren wir Sie über den aktuellen Stand der neuen Corona-Warn-App und Laboruntersuchungen zum Nachweis von Antikörpern gegen SARS-CoV-2. 

 

Corona-Warn-App

Die Bundesregierung hat gemeinsam mit der Telekom und SAP eine Corona-Warn-App entwickelt und am 16.6. zur Verfügung gestellt. Diese App leistet einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der aktuellen Pandemie und kann signifikant helfen, das aktuelle Infektionsgeschehen kontrollierbarer zu machen, in dem Infektionsketten für jeden Bürger selbst erfasst und vollkommen anonym an andere App-Nutzer weitergegeben werden können. Die App kann dem Benutzer dann empfehlen sich auf das Coronavirus-2 testen zu lassen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Lösung ist die gesicherte Übertragung eines positiven Coronavirus-2 Testergebnisses in die App. Um dies zu ermöglichen, befinden sich die Telekom und Vertreter der Labore seit einigen Wochen in enger Abstimmung. Bis diese Abstimmungen abgeschlossen sind, können Sie dennoch sowohl den Test durchführen lassen als auch die Patienten im Falle eines positiven Testergebnisses dieses in die App eingeben lassen. Den Befund erhalten Sie wie bisher üblich.

Falls dieser Test positiv sein sollte, sollen die Patienten bitte die Hotline der Telekom unter der Rufnummer +49 800 7540002 anrufen und mitteilen, dass er oder sie positiv getestet wurde. Er/Sie erhält dann von dort eine TAN, die in der App eingegeben werden kann. Damit werden Kontaktpersonen anonym informiert, dass in ihrer Umgebung eine Person positiv getestet wurde.


Laboruntersuchung aufgrund eines Warnhinweises der App

Wenn sich ein Patient in der App als infiziert meldet, erhalten Kontaktpersonen der letzten 14 Tage über die App einen Warnhinweis mit der Empfehlung sich testen zu lassen. Für die Beauftragung der SARS-CoV-2-PCR aufgrund eines solchen Warnhinweises der App wird es demnächst einen neuen Vordruck Muster 10 C geben. Bis zu dessen Bereitstellung verwenden Ärzte das Muster 10 und geben im Feld „Auftrag“ explizit die Laborpauschale 32811 an. Bei Angabe der AKZ 32006 in ihrem Praxissystem ist diese Laboranalyse fallwertneutral.

Vertragsärzte erhalten für den Abstrich zehn Euro extrabudgetär zuzüglich zur Grund- beziehungsweise Versichertenpauschale. Die Abrechnung des Abstrichs erfolgt über die neue Gebührenordnungsposition (GOP) 02402 (91 Punkte/10 Euro). Sie ist einmal am Behandlungstag berechnungsfähig und zwar ausschließlich bei Versicherten, die sich infolge eines Warnhinweises der App testen lassen.

 

Einstellung der Bestimmung von IgA-Antikörpern gegen SARS-CoV-2

Der Test zur Bestimmung von IgA-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 zeigt in der Praxis eine sehr niedrige Spezifität. Aufgrund dieser geringen Spezifität und den damit verbundenen falsch reaktiven Ergebnissen im IgA-Antikörpersuchtest haben wir uns dazu entschlossen, die Bestimmung der IgA-Antikörper ab sofort einzustellen.

 

Bestimmung von IgG-Antikörpern gegen SARS-CoV-2 als IGeL

Nach Angaben der KBV besteht eine Indikation zur Testung der IgG-Antikörper bei klinischem Verdacht auf Infektion, wenn ein PCR-Erregerdirektnachweis nicht (mehr) möglich ist. Eine Testung auf SARS-CoV-2-Antikörper ohne Bezug zu spezifischen klinischen Symptomen wird von der KBV nicht als vertragsärztliche Leistung eingestuft und ist somit auch nicht GKV-abrechnungsfähig. Alternativ kann diese Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung für Selbstzahler angeboten werden. Hierzu haben wir eine Informationsbroschüre erstellt, die Sie über diesen Link herunterladen können.

 

Mit freundlichen Grüßen
Ihr Team vom Labor Lademannbogen

Hamburg, 19.06.20