COVID-19: Diagnostik ab sofort im Labor Lademannbogen

Aus Anlass des Auftretens der ersten COVID-19-Fälle im Norden möchten wir Sie darüber informieren, dass im Labor Lademannbogen ab sofort ein Test zum molekularen Nachweis des auslösenden Coronavirus „SARS-CoV-2“ zur Verfügung steht. Nachfolgend finden Sie wichtige Informationen zum neuen Labortest. Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.

Testdurchführung

Die Testung wird entsprechend der Empfehlung des Konsiliarlabors für Coronaviren der Charité als Stufendiagnostik durchgeführt. Für das Screening wird ein Test eingesetzt, der neben SARS-CoV-2 auch andere SARS-Viren erfasst. Nur im positiven Fall ist eine formale Bestätigung mit einem Zweittest erforderlich.

Die Diagnostik erfolgt täglich, auch samstags und sonntags. Testergebnisse sind in der Regel innerhalb von 24 Stunden verfügbar. Bitte beachten Sie, dass im Fall eines sehr hohen Probenaufkommens oder bei Lieferengpässen seitens der Hersteller Verzögerungen bei der Abarbeitung nicht ausgeschlossen werden können.

Indikation

Eine Indikation ist insbesondere bei symptomatischen Patienten und Exposition innerhalb der letzten 14 Tage gegeben:

1.Begründeter Verdachtsfall

  • Unspezifische oder respiratorische Symptome + Kontakt zu bestätigtem COVID-19-Fall
  • Respiratorische Symptome + Aufenthalt in Risikogebieten (gem. Definition des RKI)

2. Fall unter differentialdiagnostischer Abklärung

  • Respiratorische Symptome + Aufenthalt in Regionen mit COVID-19-Fällen
  • Respiratorische Symptome + Kontakt zu unbestätigtem Fall
  • Pneumonie ohne Alternativdiagnose und ohne bekannte Exposition

Probenentnahme und Schutzmaßnahmen

Als Probenmaterial eignet sich insbesondere ein Rachenabstrich (als Oro- oder Nasopharyngealabstrich). Verwenden Sie bitte ausschließlich Abstrichtupfer ohne Transportmedium. Bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion ist für eine kulturelle Diagnostik die Entnahme eines 2. Abstrichs mit Transportmedium erforderlich.

Insbesondere bei Verdacht auf eine Affektion der unteren Atemwege ist die zusätzliche Gewinnung von Sputum, Bronchialsekret oder BAL empfehlenswert.

Bei der Abstrichentnahme ist neben allgemeiner Schutzkleidung (Kittel, Handschuhe) das Tragen eines Mund/Nasenschutzes empfehlenswert. Bei der Gewinnung von Sputum sowie generell bei einem begründeten Verdachtsfall wird das Tragen einer FFP2-Maske empfohlen.

 

Wir bitten um Verständnis dafür, dass die Entnahme von Proben direkt im Labor nicht möglich ist.

 

Ein serologischer Test steht nicht zur Verfügung. Daher ist im Hinblick auf eine spezifische SARS-CoV-2-Diagnostik die Einsendung einer Blutprobe nicht erforderlich.

Meldepflicht

Bereits bei Verdacht auf eine Infektion muss gemäß Infektionsschutzgesetz eine namentliche Meldung an das zuständige Gesundheitsamt (GA) erfolgen (§6). Das Gesundheitsamt muss nachfolgend darüber informiert werden, ob sich der Krankheitsverdacht bestätigt hat oder nicht. Die Labormeldung erfolgt nur im positiven Fall unabhängig (§7).

Transport und Lagerung

Erfolgt der Probentransport durch unseren Fahrdienst, ergeben sich keine speziellen Anforderungen im Hinblick auf die Verpackung der Probe. Wir bitten Sie allerdings, gesonderte Labortüten zu verwenden und die Proben für die SARS-CoV-2-Diagnostik nicht mit anderen Proben zu mischen. Wenn kein unmittelbarer Transport erfolgt, können Proben bis zu 72 h im Kühlschrank gelagert werden. Nur im Fall eines Postversandes sind die Proben als biologischer Stoff, Kategorie B (UB 3373) zu kennzeichnen und entsprechend der Verpackungsanweisung P650 zu verpacken.

Abrechnung

Bei medizinischer Indikation ist die SARS-CoV-2-Diagnostik eine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung und bei Angabe der Kennziffer 32006 budgetneutral. Zur Sicherstellung der Kostenübernahme geben Sie auf der Laborüberweisung für GKV-Patienten unbedingt die Ziffer „88240“ oder ggf. eine Kurzanamnese (Risikokontakt / Risikoaufenthalt) deutlich sichtbar an.


Ansprechpartner:

Fahrdienst: 040/53805-333

Materialanforderung: 040/53805-139