Aktuelles zum Coronavirus – SARS-CoV-2

Bitte beachten Sie, dass wir in unserem Labor keine Probenentnahmen bei Patienten mit Verdacht auf Coronavirus-Infektion durchführen können. Bei Symptomen und begründetem Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus (SARS-CoV-2) wenden Sie sich bitte telefonisch an den ärztlichen Bereitschaftsdienst der KV (Telefonnummer 116117) oder an eine KV-Notfallpraxis.

Bei Bedarf können Bürger unter der Telefonnummer 115 unter der Coronavirus-Hotline 040/42828-4000 oder über das Patiententelefon der Hamburger Ärztekammer (040/202299-222) weitere Informationen zum Coronavirus erhalten.

Da die Entwicklung der Ausbreitung des Coronavirus (COVID-19) sehr dynamisch verläuft, möchten wir Sie für aktuelle Informationen zu diesem Thema gern auf die Webseite des RKI verweisen.

 

Diagnostik


Der Nachweis von SARS-CoV-2 erfolgt ausschließlich als Direktnachweis der Virus-RNA mittels PCR aus Abstrichen oder Sekret des Respirationstraktes. Geeignet sind Nasopharynx- oder Rachenabstriche plus Sputum oder Trachealsekret oder BAL. Bitte verwenden Sie bei Abstrichen einen trockenen Abstrichtupfer (Bestell-Code OMO), ein Abstrichtupfer mit Gel ist nicht geeignet!

 

Der Probentransport erfolgt über den üblichen Transportweg (Laborfahrer), es gelten die bekannten Sicherheitsvorkehrungen für potentiell infektiöses Material. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen sind nicht notwendig.

 

Meldepflicht

Nach §6, Abs. (1) IfSG besteht eine namentliche Meldepflicht (Personen unter weiterer Abklärung, wahrscheinliche Fälle und bestätigte Fälle) für den behandelnden Arzt. Als Verdachtsfälle gelten demnach Personen, bei denen eine spezifische Untersuchung auf eine Erkrankung durch SARS-CoV-2 durchgeführt werden muss. Positive Nachweise werden auf Basis von §7, Abs. (2) IfSG vom Labor an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet.


Anforderung und Abrechnung einer Untersuchung auf Coronavirus SARS-CoV-2

Durch eine Änderung des Einheitlichen Bewertungsmaßstabes (EBM) mit Wirkung zum 01. Februar 2020 erfolgt für Versicherte der Gesetzlichen Krankenkassen für den Nukleinsäurenachweis des neuartigen Coronavirus (2019-nCoV) eine Kostenübernahme.

Nach Maßgabe des Bundesgesundheitsministeriums soll die Indikation zur Abstrichabnahme ab sofort großzügiger gestellt werden. Der behandelnde Arzt kann die Entscheidung, ob auf Grundlage der Kombination aus klinischem Befund und anamnestischen Hinweisen ein PCR-Test veranlasst wird, grundsätzlich selbst treffen. Wir empfehlen, bei der Entscheidungsfindung unbedingt die vom RKI herausgegebene Orientierungshilfe zu beachten. Dort ist zu entnehmen, wann eine spezifische Untersuchung (PCR) in jedem Fall zu veranlassen ist. Die Krankenkassen haben die Finanzierung der ausgeweiteten Tests zugesagt. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär, das Laborbudget wird nicht belastet.

Zur Sicherstellung der Kostenübernahme geben Sie daher auf der Laborüberweisung für GKV-Patienten unbedingt die Ziffer „88240“ oder ggf. eine Kurzanamnese (Risikokontakt / Risikoaufenthalt) deutlich sichtbar an.

Da es sich um eine meldepflichtige Erkrankung handelt, sollten Sie die Ausnahmekennziffer 32006 für eine fallwertneutrale Diagnostik verwenden.

Sollte ein Patient die vom RKI definierten Vorgaben für eine Abrechnung über die gesetzliche Krankenversicherung nicht erfüllen, bieten wir die Untersuchung als individuelle Gesundheitsleistung für 58,28 € an. Bitte kennzeichnen Sie diese Aufträge als IGeL oder verwenden Sie hierzu unsere IGeL-Bögen.

Die oben genannten Informationen basieren auf dem Stand vom 18.03.2020. Aktuelle Informationen finden Sie unter: www.rki.de/ncov. Bitte denken Sie bei der Diagnostik auch an die aktuelle Grippewelle und an die Differenzialdiagnostik bakterieller Infektionen.