Zur Angabe eines Laborwertes gehört immer die Angabe des entsprechenden Referenzbereichs. Ohne dessen Kentniss ist die Beurteilung eines Laborwertes nicht möglich. In der Regel handelt es sich dabei um den 95%-Bereich der Messwerteverteilung innerhalb eines definierten Referenzkollektivs. Alternativ kann stattdessen auch der Bereich von 2,5ter und 97,5ter Perzentile als Referenzbereich gelten, z. B. wenn die Messwerteverteilung im Referenzkollektiv nicht einer symmetrischen Gauß-Verteilung entspricht.

Vielfach sind Referenzbereiche alters- und geschlechtsabhängig oder gelten nur für das eingesetzte Testsystem. Auch die ethnische und sozioökonomische Zusammensetzung eines Referenzkollektivs kann die Verteilung von Messwerten beeinflussen. Da die Messwertverteilung damit nicht Ausdruck einer "Norm" sein kann, ist der häufig verwendete Ausdruck "Normbereich" nicht ganz korrekt.

Neben dem Referenzbereich ist immer die Einheit des Messwertes zu beachten, denn die Darstellung von Messwerten kann von Labor zu Labor sehr unterschiedlich sein.

Häufig angefragte Referenzbereiche finden Sie hier.