Alphabetisches Analysenverzeichnis

Zink-Protoporphyrin (im EDTA-Blut)

Eisenstoffwechsel

Material

4 ml EDTA-Blut, gekühlt, lichtgeschützt (Alufolie)

Referenzbereiche

siehe Porphyrine, freie Erythrozytenporphyrine i. EDTA-Blut

Verfahren

HPLC

Klinische Relevanz

arrow_up.gif Eisenmangel

arrow_up.gif Schwermetall-Intoxikation, z.B. Bleintoxikation

Anmerkungen

Bei Eisenmangel und Schwermetall-Intoxikation z.B. mit Blei liegen die Porphyrine in den Erythrozyten vorwiegend als Zink-Protoporphyrin (Zn-PP) vor, bei der erythropoetischen Protoporphyrie als freies Protoporphyrin (vergleiche Vergleiche Porphyrine, freie Erythrozytenporphyrine i. EDTA-Blut). Bei bestimmten anderen Porphyrie-Formen findet sich jedoch zusätzlich bzw. ausschließlich ein erhöhtes Zink-Protoporphyrin.

 

Zn-PP spiegelt den Eisenstoffwechsel der letzten 120 Tagen wider (mittlere Überlebenszeit der Erythrozyten), da es ausschließlich in den Erythrozyten vorkommt. Da bereits Eisen-Verteilungsstörungen zu einer leichten Erhöhung von Zn-PP führen können, ist der Parameter sehr sensitiv und daher nur bei sehr deutlicher Erhöhung hoch-spezifisch für einen Eisenmangel. Bei deutlich erhöhtem Zink-Protoporphyrin ist die Abklärung eines Eisenmangels zu empfehlen.

        

P: Probe kühlen (nicht einfrieren!) und mit Alufolie umwickeln (Lichtschutz)

Stand: 01.11.2018

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