Alphabetisches Analysenverzeichnis

Vitamin B1

Thiamin, Thiamin-Metabolite, TMP, TDP, TTP

Material

2 ml EDTA-Blut, gekühlt und lichtgeschützt in Alufolie

Referenzbereiche

Thiamin, frei (T): 1 - 10 nM/l

Thiamin-Monophosphat (TMP): 3 - 15 nM/l

Thiamin-Diphosphat (TDP): 100 - 270 nM/l

Verfahren

HPLC

Klinische Relevanz

arrow_down.gif einseitige Ernährung (extrem eiweißarm, roher Fisch, exzessiver Genuss von Tee oder Kaffee, längerer Krankenhausaufenthalt, parenterale Ernährung)

arrow_down.gif chronischer Alkoholabusus

arrow_down.gif Dialyse

arrow_down.gif Gabe von 5-Fluoruracil

arrow_down.gif chronische fieberhafte Infekte

arrow_down.gif langdauernder/starker Durchfall

arrow_down.gif chronischer Alkoholismus mit/ohne Lebererkrankung

arrow_down.gif Malabsorptionssyndrom

 

arrow_up.gif Leukämien, Polycythaemia vera und M. Hodgkin

 

Klinisch manifestiert sich der Vitamin B1-Mangel in neurologischen (Neuritis, Areflexie, Parese) und kardiovaskulären Störungen.

Anmerkungen

Der Begriff "Vitamin B1" bezeichnet folgende Verbindungen: Thiamin (T) und dessen Mono-, Di- und Triphosphatestern (TMP, TDP, TTP). Während üblicherweise T die Darreichungsform ist, stellt TDP die physiologisch aktive und damit wichtigste Komponente dar. Etwa 75 % des Gesamt-Thiamins im Vollblut finden sich in Erythrozyten, ca. 15 % in Leukozyten und ca. 10 % im Plasma.

 

Vitamin B1-Status:

- Messung der VB1-Vitamere im EDTA-Blut (!) mittels HPLC.

  Inkl. Messwert der Gabeform zum Ausschluss kürzlicher Zufuhr.

Ergänzend bei Verdacht auf chronischen Mangel:

- TPP-Effekt (in vitro-Funktionstest, siehe Transketolase).

  Als alleiniger Test ungeeignet.

  Der TPP-Effekt wird auch durch andere Faktoren beeinflusst, z.B. durch

  Lebererkrankungen und Diabetes mellitus und berücksichtigt nur einen

  Teilaspekt der VB1-Körperfunktionen.

        

P: 12 Std. Nahrungskarenz, Proben kühlen (oder Blut einfrieren) und vor Licht schützen (Alufolie)

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

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