Alphabetisches Analysenverzeichnis

Troponin T

kardiales Troponin T, cTnT

Material

1 ml Serum

Referenzbereiche

< 0.014 ng/ml

Klinische Relevanz

arrow_up.gif akuter/subakuter Myokardinfarkt
arrow_up.gif (instabile) Angina pectoris
arrow_up.gif myokardiale Mikroinfarzierungen

- Risikostratifizierung bzw. prognostischer Marker mit einem hohen negativen prädiktiven Wert bei Patienten mit (instabiler) Angina pectoris bzw. unklaren Thoraxschmerzen
- genauere Abschätzung der Größe des Myokardinfarktes
- Differentialdiagnostik unklarer CK-MB-Erhöhungen

Anmerkungen

Mit dem Troponin T lassen sich neben transmuralen Myokardinfarkten insbesondere auch kleinere myokardiale Mikronekrosen wie u.a. bei instabiler Angina pectoris und Non-Q-wave-Myokardinfarkten sensitiver und spezifischer als mit der CK-MB-Bestimmung detektieren. Als entscheidender Vorteil kommt der Troponin-T-Bestimmung eine wichtige prognostische Bedeutung bezüglich nachfolgender kardialer Komplikationen (Myokardinfarkt, Herztod) zu. Die Bestimmung ermöglicht so eine frühzeitige Risikostratifizierung. Das weitere therapeutische Vorgehen kann sich an dem Ergebnis der Troponinbestimmung orientieren. Patienten mit positivem Troponintest ohne infarkttypische EKG-Veränderungen (mit unauffälliger CK-MB-Konzentration) sind als Hochrisikopatienten mit instabiler Angina anzusehen, bei denen eine schnelle (invasive) Abklärung anzustreben ist. Nach Troponin-basierter Risikostratifizierung ist außerdem eine differenziertere medikamentöse Therapie möglich. Beim akuten Myokardinfarkt läßt sich ca. 3 - 4 Std. nach Schmerzbeginn eine erhöhte Troponin-Konzentration nachweisen mit einem Maximum nach ca. 12 - 16 Std. und einer Normalisierung nach ca. 5 - 9 Tagen. Im Vergleich zu konventionellen Parametern ist auch eine genauere Abschätzung der Infarktgröße über die Troponinbestimmung möglich. Troponin T gehört zu den myofibrillären Strukturproteinen der quergestreiften Muskulatur. Die kardiale Isoform des Troponin T ermöglicht eine aussagekräftige Beurteilung auch bei Myopathien und Skelettmuskeltraumen (z.B. perioperativ, Polytrauma, Zustand nach Reanimation).


Erhöhte Troponin T-Konzentrationen wurden auch bei Nierenfunktionseinschränkungen, insbesondere bei Langzeitdialysepatienten beschrieben. Diese Erhöhungen sollen nach neueren Studien allerdings de facto ein höheres kardiales Risiko reflektieren.

Stand: 18.06.2018

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