Alphabetisches Analysenverzeichnis

Tropheryma-whipplei-DNA

Material

Duodenalbiopsie

Lymphknotenbiopsie

1 ml Gelenkpunktat

1 ml Liquor

1 ml EDTA-Blut

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

PCR

Klinische Relevanz

Morbus Whipple

Anmerkungen

Beim Morbus Whipple handelt es sich um eine langsam fortschreitende, systemische Infektionskrankheit mit sehr langer Inkubationszeit. Die Symptome sind insbesondere gastrointestinal (persistierende Diarrhoen, Malabsorptionssyndrom, Gewichtsverlust) oder betreffen die Gelenke (Polyarthritis, Arthralgien, Spondylodiszitis). Darüber hinaus ist eine Beteiligung von Herz (Endokarditis), ZNS (z.B. Enzephalitis) oder Augen (Uveitis) möglich. Männer und HLA-B27-positive Patienten sind häufiger betroffen. Die Diagnose stützt sich insbesondere auf der histologischen Untersuchung einer Duodenalbiopsie. Insbesondere bei Biopsaten aus anderen Organen (z.B. Lymphknoten, Herzklappen, Synovia) sowie bei Liquorproben zur Abklärung zerebraler Symptome ist der Einsatz der PCR zum Nachweis von Tropheryma-whipplei-DNA sinnvoll. PCR-Ergebnisse sollten stets im klinischen Kontext unter Berücksichtigung histopathologischer Befunde beurteilt werden. Bei 1-10 % asymptomatischer Patienten konnte Tropheryma whipplei im Stuhl nachgewiesen werden.

Anforderungsscheine

Stand: 01.11.2018

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