Alphabetisches Analysenverzeichnis

Pneumocystis-jirovecii-DNA

Material

1 ml BAL

1 ml Sputum

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

PCR

Klinische Relevanz

Atypische Pneumonie bei Immundefizienz:

- AIDS-definierende Krankheit gem. CDC/WHO-Klassifikation der HIV-Infektion

- Immundefekte anderer Ursache

- Immunsuppression nach Organ- oder Knochenmarktransplantation

- bei eingeschränktem Immunsystem unter zytostatischer Therapie

Anmerkungen

Pneumocystis jirovecii kann bei immunsupprimierten sowie HIV-Patienten eine interstitielle Pneumonie verursachen. Die Pneumocystis-Pneumonie (PCP) war vor Verfügbarkeit einer effektiven antiretroviralen Therapie die häufigste opportunistische Infektion bei HIV-Patienten und stellt eine der AIDS-definierenden Krankheiten dar. Die PCP betrifft heute insbesondere sog. „Late Presenter“, also Patienten, bei denen die HIV-Infektion erst in einem späten Stadium diagnostiziert wird.

Eine PCP tritt insbesondere bei geringer CD4-Zellzahl, meist <200 Zellen/µl, auf und ist häufig durch eine Erhöhung der LDH gekennzeichnet, während der CRP-Wert meist unauffällig bleibt. Diagnostischer Goldstandard ist der Nachweis von P. jirovecii mittels Immunfluoreszenztest und Silberfärbung. Allerdings besitzt dieses Verfahren nur in der BAL eine ausreichend hohe Sensitivität. Der Nachweis von P.-jirovecii-DNA mittels PCR weist eine höhere Empfindlichkeit auf, so dass sich ihr Einsatz nicht auf BAL beschränkt. Zu beachten ist, dass sich P. jirovecii auch bei asymptomatischen Patienten im Sinne einer Kolonisierung finden lässt, so dass ein positives PCR-Ergebnis stets im klinischen Kontext beurteilt werden muss.

Anforderungsscheine

Stand: 01.11.2018

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