Alphabetisches Analysenverzeichnis

Pentachlorphenol (PCP)

u.a. Chlorphenole

Material

2 ml Serum

(10 ml Urin: Material der 2. Wahl,

siehe Anmerkungen)

Referenzbereiche

Serum:

< 12 µg/l

EKA: 17 µg/l (siehe auch Anmerkungen!)

Urin:

< 5 µg/l

EKA: 6 µg/l (siehe auch Anmerkungen!)

Verfahren

GC/MS

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Pestizid/Biozid/Holzschutzmittel/Fungizid

Arbeitsmedizin/Betriebsmedizin

verbotener gesundheitsschädlicher Arbeitsstoff

Umweltschadstoff

Kanzerogen

Verdacht auf akute oder chronische Intoxikation

Anmerkungen

Krebserregender verbotener Arbeitsstoff. PCP wurde und wird z.B. im Ausland häufig als Holzschutzmittel sowie als Fungizid, Insektizid und Herbizid verwendet. Schnelle Verteilung im Organismus, geringe Akkumulation. Es reizt die Schleimhäute sehr stark, akute Intoxikationen führen zu deliranten Zuständen bis zum Koma. Bei chronischer Intoxikation sind Chlorakne, Leber- und Nierenschäden, Abgeschlagenheit, Tachykardie, Lähmungserscheinungen möglich. Seit einiger Zeit als krebserregend eingestuft, daher wurden die alten BAT-Werte abgeschafft und stattdessen EKA-Werte definiert (EKA = Expositionsäquivalente für krebserzeugende Arbeitsstoffe. Ein EKA gibt die zu erwartende innere Belastung bei einer definierten Raumluftkonzentration an. Die unter "Referenzbereich" angegebenen EKA-Werte beziehen sich auf die geringste definierte Raumluftkonzentration, in diesem Fall sind dies 0,001 mg/m3 Raumluft am Arbeitsplatz).
Die Bestimmung im Serum ist der PCP-Bestimmung im Urin vorzuziehen.

P: Anstelle von Serum kann auch Blut in Holzschutzmittel/Pestizid/PCB-Spezialröhrchen verwendet werden (ist aber für Pentachlorphenol nicht notwendig)

Stand: 18.06.2018

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