Alphabetisches Analysenverzeichnis

Nickel

Material

5 ml Urin

2 ml LH-Plasma für Metallanalytik

(2 ml LH-Blut für Metallanalytik)

(5 ml Urin aus 24 Std. Urin, angesäuert)

Referenzbereiche

Urin: < 3,0 µg/l

BAR = Biologischer Arbeitsstoff-Referenzwert: 3 µg/l

Plasma: < 3,0 µg/l

Blut: < 4,0 µg/l

Verfahren

G-AAS

Klinische Relevanz

arrow_up.gif Nickelcarbonylintoxikation

arrow_up.gif Nickelexposition

Folgen chronischer Intoxikation sind Dermatitis und Tumoren des Bronchialtraktes.

Weichteilreaktionen durch Metallabrieb aus schadhaften Endoprothesen

Anmerkungen

Urin ist das bevorzugte Material für arbeits- und umweltmedizinische Fragestellungen. Essentielles Spurenelement mit toxischen Eigenschaften (auch kanzerogen), das Kontaktallergien auslöst.

Arbeitsmedizin: Besonders gefährdet sind Personen, die mit der Herstellung von Farben, Keramik, Glas, rostfreiem Stahl und Aluminium beschäftigt sind. In den ersten Stunden nach Exposition kann der Schweregrad am besten durch die Nickelkonzentration im Plasma abgeschätzt werden (in den ersten 8 Stunden nach einer Intoxikation: < 100 µg/l: leichte Vergiftung / 100 - 500 µg/l: mittlere Vergiftung / > 500 µg/l: schwere Vergiftung). Bei Verdacht auf chronische Nickelbelastung 24 Std. Urin untersuchen.

Bei Verdacht auf toxischen Metallabrieb aus Gelenkprothesen ist bei Nickel die größte Konzentrationserhöhung im Urin und im Plasma zu erwarten (Blut ist für diese Fragestellung ungeeignet). Bedeutsamer ist in solchen Fällen jedoch die Bestimmung von Chrom und Kobalt.

Stand: 18.06.2018

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