Medikamente / Drogen

Morphin

Material

2 ml Serum (keine Gelmonovette)

Urin/Speichel: siehe Opiate (Drogenanalytik)

Referenzbereiche

- Morphin:

  10 - 100 µg/l

  Toxisch: > 100 µg/l

- retardiertes Morphin:

  siehe Substitol

Verfahren

LC-MS/MS

Sonstiges

z.T. Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Opiat

Analgetikum bzw. Anästhetikum

(auch als Substitutionstherapeutikum)

Medikamentenspiegel (TDM)

insb. hinsichtlich toxischer Wirkung

Missbrauchsverdacht

Patientencompliance

 

Zum Morphin-Nachweis in Urin, Speichel und Haar siehe unter Opiate (Drogenanalytik).

Zur Therapiekontrolle bei Substitutionstherapie siehe Substitol.

Anmerkungen

Morphin wird als Medikament verwendet, meist als Analgetikum bzw. Anästhetikum. Seit kurzem ist retardiertes Morphin (Substitol®) auch in Deutschland als Substitutionstherapeutikum zugelassen. Aufgrund von Ernterückständen kann es beim Konsum größerer Mengen von mohnhaltigen Lebenmitteln unter bestimmten Umständen zu pharmakologisch wirksamen Morphin-Spiegeln kommen.

 

Morphin hat aber auch Bedeutung als Metabolit von Codein und Heroin. "Straßenheroin" enthält zudem häufig Acetylcodein, welches in Codein metabolisiert wird; Daher erlaubt der Nachweis von Morphin und/oder Codein keine Unterscheidung zwischen einer Codein-, Morphin- oder Heroin-Einnahme. Beweisend für eine Heroin- (bzw. Diamorphin-)Einnahme ist ausschließlich der Nachweis von 6–Monoacetylmorphin (6-MAM).

  

P: Talspiegel im Steady State (siehe TDM)

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

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