Mikrobiologie

Trachealsekret

Sonstiges

Untersuchung

Nachweis von pathogenen Keimen:
- s.u. "Sputum I"

Klinische Relevanz

Infektionskontrolle bei intubierten Patienten
Trachealsekret ist häufig kontaminiert durch Mundflora. Leukozyten im Grampräparat müssen nicht unbedingt auf eine Infektion hinweisen, da auch der mechanische Reiz durch den Tubus eine Entzündungsreaktion hervorrufen kann.

Anmerkungen

Trachealkanüle bzw.-tubus wechseln; sterilen Katheter einführen, aspiriertes Sekret (> 1 ml) in steriles Röhrchen mit Schraubverschluss übertragen (Gefahr der Aerosolbildung beim Öffnen von Röhrchen mit Steckverschluss).

Um eine Überwucherung durch Keime der Mundflora zu vermeiden, sollte das Trachealsekret bis zur Abholung bei 4 °C gelagert werden, jedoch möglichst nicht länger als 2 Stunden, da empfindliche Keime absterben können; bei einer Lagerung über 24 Stunden ist ein aussagekräftiges Ergebnis nicht zu erwarten.

Stand: 18.06.2018

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