Mikrobiologie

Abstriche

siehe auch z.B. Konjunktival-, Rachen-, Wundabstrich usw.

Sonstiges

Untersuchung

- aerobe und ggf. anaerobe Kultur

- Keimidentifizierung

- ggf. Antibiogramm

- ggf. Grampräparat

Klinische Relevanz

Abstrichtupfer können nur eine begrenzte Menge an Untersuchungsmaterial aufnehmen und geben dieses bei der Verarbeitung nur zum Teil wieder ab. Die mikrobiologische Untersuchung erfolgt deshalb, soweit möglich, besser an Gewebestückchen oder aspiriertem Material (z.B. bei Wundinfektionen). Ist dies nicht möglich, sollten Abstriche mit zwei Tupfern vorgenommen werden, um neben dem kulturellen Ansatz genug Material für eine aussagekräftige mikroskopische Untersuchung sicherzustellen.

Anmerkungen

Im Labor Lademannbogen wird als Abstrichset für die kulturelle Erregerdiagnostik das Transystem® verwendet. Man unterscheidet den Abstrichtupfer mit hellem Amies-Medium (Bestell-Code HMB bzw. HMO) zum kulturellen Nachweis von unempfindlicheren Bakterien und Pilzen (Universalabstrich) von dem (dünnen) Abstrichtupfer mit schwarzem Amies/Kohle-Medium (Bestell-Code KMO) zum kulturellen Nachweis empfindlicher Erreger (z.B. Gonokokken). Zusätzlich findet ein flexibler Abstrichtupfer - ebenfalls mit Amies/Kohle-Medium (Bestell-Code KMB) - für den kulturellen Nachweis von Pertussis Verwendung. Sofern von einem zweiten Abstrich ein Grampräparat angefertigt werden soll, darf dieser nicht in das Holzkohle-Medium gegeben werden, da dieses die mikroskopische Untersuchung unmöglich macht. Tupfer daher in farbloses Medium geben oder besser gleich auf einen Objektträger ausrollen und diesen an uns versenden. Ist ein unmittelbarer Transport ins Labor nicht möglich, sollte der Abstrich bei RT gelagert werden, jedoch nicht länger als 24 Std.

Für die molekulare Erregerdiagnostik werden entsprechende Trockenabstrichtupfer ohne Medium verwendet (Bestell-Code OMO, OMB und OMW).

Stand: 18.06.2018

Wichtige Information:
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