Alphabetisches Analysenverzeichnis

Met-Hämoglobin

Material

3 ml EDTA-Blut

lichtgeschützt, gekühlt, umgehend ins Labor transportieren

Referenzbereiche

siehe Befundbericht

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

arrow_up.gif Tumeszenz-Lokalanästhesie der Haut (TLA) mit Prilocain

arrow_up.gif Lasertherapie der Haut

arrow_up.gif toxische Methämoglobinämie

arrow_up.gif hereditäre Methämoglobinämin (Met-Hämoglobin zwischen 8 - 40%)

Hinweis:

Zur Unterschiedung Raucher/Nichtraucher ist der Parameter CO-Hämoglobin besser geeignet, insbesondere wegen der geringeren präanalytischen Anforderungen! Noch besser geeignet ist Cotinin (Drogenanalytik).

Anmerkungen

Umwandlung von Hämoglobin in Methämoglobin vermindert den Sauerstofftransport und kann daher toxisch sein. Erhöhtes Methämoglobin bedingt zudem eine vermehrte Ausschüttung von Interleukinen (Risikofaktoren für entzündungsfördernde Ereignisse).

Ursachen erhöhter Werte sind u.a. auch bestimmte Therapieformen wie die Lokalanästhesie mit Prilocain oder Lasertherapie der Haut sowie bestimmte Gifte/Medikamente oder hereditäre Methämoglobinämien. Relevante Gifte: alle Substanzen, die eine Oxidation von Hämoglobin bewirken, z.B. Anilinfarbstoffe, Anilinderivate, Nitrosegase, aber auch Medikamente wie z.B. Sulfonamid, Phenazopyridin, Phenazetin, Sulfamethoxazol, Amylnitrit und Chinin. Im Vergleich zu den toxisch bedingten Methämoglobinämien sind hereditäre Methämoglobinämien, die auf einem Mangel der Cytochrom b5-Reduktase beruhen, eine Rarität.

Klinische Bedeutung von Methämoglobinkonzentrationen (%):
< 15%: meist asymptomatisch (Nichtraucher <1,0%, Raucher < 2,7%)
15 - 20%: Zyanose, Kopfschmerz, Benommenheit
20 - 45%: deutliche Zyanose, Übelkeit
45 - 70%: schwere Zyanose, Erbrechen, Konfusion, Anfälle
> 70%: gewöhnlich Tod

P: Probengefäß vor Licht schützen (Alufolie) und kühlen,

umgehend ins Labor transportieren

Stand: 18.06.2018

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