Medikamente / Drogen

Valproinsäure

Valproat

Material

1 ml Serum (keine Gelmonovette)

Referenzbereiche

50 - 100 mg/l

Toxisch: > 120 mg/l

Verfahren

Fluoreszenzpolarisation

Klinische Relevanz

Antiepileptikum/Antikonvulsivum

Medikamentenspiegel (TDM)

insbes. obligatorische Kontrolle

mangelnde Wirksamkeit

Nebenwirkungen/Toxizität

hohe teratogene Toxizität

Anmerkungen

Risiko für schwerwiegende Entwicklungsstörungen bei Kindern, die im Mutterleib Valproat ausgesetzt waren (in bis zu 30-40 % der Fälle) und/oder für angeborene Missbildungen (in ca. 10 % der Fälle). Daher Notwendigkeit einer sofortigen Beratung, wenn eine Patientin eine Schwangerschaft plant oder schwanger wird. Eine Folsäure-Supplementierung vor der Schwangerschaft kann das Risiko für Neuralrohrdefekte möglicherweise senken, jedoch NICHT verhindern.

 

Messung des Talspiegels, Halbwertszeit 5 - 20 Std. (im Mittel 11 Std.). Verlängerte Halbwertszeit bzw. erhöhte Spiegel bei Leberzirrhose und Virus-Hepatitis. Verminderte Spiegel u.a. durch Phenytoin, Carbamazepin und Phenobarbital.

Salizylate u.a. Medikamente verdrängen Valproinsäure aus der Proteinbindung. Daher ist bei einem Valproinsäurespiegel unterhalb des Referenzbereiches vor einer Dosisanpassung die Bestimmung der freien Valproinsäure (Valproinsäure, frei) zu empfehlen. Liegt diese im Referenzbereich, so ist eine Dosisanpassung allgemein nicht indiziert.

P: Blutentnahme am Morgen (vor Gabe).

Talspiegel im Steady State (siehe TDM)

Anforderungsscheine

Stand: 01.11.2018

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