Medikamente / Drogen

Retigabin

Trobalt®

Material

1 ml EDTA-Plasma, lichtgeschützt, gefroren

Referenzbereiche

Therapeutischer Referenzbereich (AGNP 2017):

- bei 2x 600 mg/Tag: 450 - 900 µg/l

Dosis-abhängige Erwartungswerte (Talspiegel, morgens, im Steady State):

- bei 2x 300 mg/Tag: ca. 200-400 µg/l

- bei 2x 50 mg/Tag: ca. 20-40 µg/l

Initial sowie abends deutlich geringer

Toxisch bei Überdosierung

Verfahren

LC-MS/MS

Klinische Relevanz

Antiepileptikum/Antikonvulsivum

Medikamentenspiegel (TDM)

insbes. obligatorische Kontrolle

Patientencompliance

Therapieumstellung

mangelnde Wirksamkeit

Nebenwirkungen/Toxizität

Anmerkungen

Retigabin wird oral angewendet und besitzt eine durch fettreiche Nahrung beeinflussbare Resorption bei allgemein geringer Bioverfügbarkeit. Zusammen mit seiner schnellen Kinetik erschwert dies die Einstellung stabiler Wirkspiegel. Aufgrund von Nebenwirkungen ist eine Überdosierung zu vermeiden.

 

Retigabin muss bei jedem Patienten individuell schrittweise aufdosiert werden, um eine Intoxikation zu vermeiden. Messung des Talspiegels, Probenahme morgens nüchtern, vor erneuter Einnahme.

P: Blut kühlen, am Tag der Blutentnahme zentrifugieren und Plasma einfrieren (-20°C) + Lichtschutz (Alufolie). Talspiegel initial u. im Steady-State (siehe TDM)

Screening-Messungen der Medikamentenklasse auch im Urin und Speichel möglich.

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

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