Medikamente / Drogen

K.O.-Tropfen (Drogenanalytik)

Material

10 ml Urin (tiefgefroren, bevorzugt)

5 ml Serum alternativ (tiefgefroren)

Klinische Relevanz

Verdacht auf unbemerktes Verabreichen von Substanzen, um einen anderen Menschen in einen willen- und hilflosen Zustand zu versetzen.

Oft in Verbindung mit Raub- und Sexualdelikten. Wird aber auch absichtlich konsumiert, ggf. zusammen mit Stimulanzien/Partydrogen.

Drogenkonsum/Drogenmissbrauch

Anmerkungen

Bei Verdacht auf "K.O.-Tropfen"-Verabreichung sollte die Probennahme spätestens nach 12 Stunden erfolgen, selbst wenn später keine entsprechende Analyse durchgeführt wird. An universitären Rechtsmedizin-Instituten meist Möglichkeit einer anonymen, kostenfreien Beweissicherung. Längste Nachweisdauer im Urin. Die alleinige Untersuchung z.B. auf GHB ist nicht sinnvoll, da oft andere Substanzen verwendet werden.

 

Mindest-Untersuchungsprogramm bei Verdacht auf K.O.-Tropfen:

1. Screening auf Benzodiazepine im Urin

2. Einzelstoffanalyse auf weitere Benzodiazepine, Z-Drugs sowie auf Ketamin im Urin

3. Einzelstoffanalyse auf GHB (Drogenanalytik) im Urin

4. Screening auf Barbiturate und Amphetamine im Urin

5. Antidepressiva-Screening und Neuroleptika-Screening im Urin

Weitere relevante Substanzen sind: Diphenhydramin, Promethazin, Doxylamin, Clonidin, Methyprylon, Chloralhydrat und Opioide.

        

Anforderungsscheine

Stand: 06.11.2018

Wichtige Information:
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