Medikamente / Drogen

Drogentests & Drogenanalytik im Serum/Blut

Material

Allgemein:

2 ml Serum/Plasma (keine Gelmonovette)

Kokain und Opiate: erhöhte Stabilität in NaF-Plasma

 

EDTA-Blut/Kapillarblut:

siehe Drogentests & Drogenanalytik im (Kapillar)Blut

Referenzbereiche

siehe Befundbericht

Klinische Relevanz

- Verdacht auf Drogenkonsum (falls kein Urin vorhanden)

- Substitutionstherapie / Beikonsum-Kontrolle

- Abstinenzkontrolle

- Verdacht auf Medikamentenmissbrauch

Anmerkungen

Siehe allgemeine Hinweise im Online-Spektrum, Anhangkapitel Drogentests & Drogenanalytik (Übersicht).

 

Bei einer Bestimmung der Benzodiazepine und Barbiturate bitte soweit bekannt die (vermutlich) aufgenommene Substanz(en) angeben.

 

Folgende Substanzen können untersucht werden:

 

Multi-Targetscreening:

Das Standard-Profil beinhaltet:

- Opiat-Gruppe, inkl. 6-Monoacetylmorphin

- Opioid-Gruppe (synthetische Opiate)

- Methadon und Metabolit

- Buprenorphin und Metabolit

- Kokain und Metabolite

- Amphetamin-Gruppe

- Benzodiazepin-Gruppe

- weitere Medikamente: Z-Drugs, Pregabalin

 

Es können auch einzelne Substanzgruppen/Substanzen

des Profils angefordert werden.

 

optional:

- Cannabinoide: THC und Cannabidiol (CBD)

- Substitol®/Morphin (quantitativ)

- Diamorphin®/Heroin

- Ethylglukuronid (EtG)

 

Alkoholmarker:

- Ethylglukuronid (EtG)

- PETh im Kapillarblut / EDTA

 

Weitere Substanzen (Sonstige):

Ketamin, Phencyclidin, Antidepressiva, Neuroleptika, Antiepileptika sowie weitere Medikamente/Drogen, synthetische Cannabinoide ("Spice" & Co)*, neue Designerdrogen ("Badesalze"/Cathinone)* auf Anfrage. (*: Fremdlaborleistung)

 

 

Nachteile von Serum/Blut im Vergleich zum Probenmaterial Urin:

- Geringere Sensitivität aufgrund deutlich geringerer Konzentrationen

- Kürzere maximale Nachweisdauer der meisten Substanzen

- Keine tagesfertigen Screening-Teste verfügbar

 

Von Vorteil ist das Material Serum bei Anwendung in der Arbeitsmedizin, wenn ein Verdacht zum akuten Konsum während der Arbeitszeit abgeklärt werden soll, und generell immer dann, wenn wenn der Grad einer möglichen Beeinflussung durch Drogen/Medikamente zum Zeitpunkt der Blutentnahme relevant ist (Bestimmung von Wirkspiegeln).

 

Eine Alternative zu Serum ist die Untersuchung von Speichel: Bei Speichel ist die Probengewinnung nichtinvasiv und wird per se unter direkter Sicht durchgeführt, wobei sich der Patient nicht entblößen muss und so die unangenehmen Probleme wie bei Urinkontrollen unter Sicht entfallen. Mittels hochwertiger Drogentests & Drogenanalytik im Speichel ist die maximale Nachweisdauer vieler Substanzen länger als im Serum.

 

Bei Verdacht auf chronischen Alkohol-Abusus sind Phosphatidylethanol (PEth) und Ethylglukuronid im Serum geeignete Marker. CDT wird nur noch als Verlaufskontrolle bei Patienten empfohlen, die unter Alkoholabusus eine erhöhten CDT-Wert entwickelt haben. Als Screeningparameter ist CDT wenig geeignet, da nur 60-80% der Bevölkerung unter chronischem Alkoholabusus einen erhöhten CDT-Wert entwickeln und zugleich auch falsch positive CDT-Ergebnisse möglich sind.

        

P: Bitte gewünschte Untersuchungsmethodik (Screening oder/und Bestätigung) angeben.

Anforderungsscheine

Stand: 14.09.2021

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