Alphabetisches Analysenverzeichnis

Listeria-monocytogenes-DNA

Material

1 ml EDTA-Blut

1 ml Liquor

Vaginalsekret

Stuhl

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

PCR

Klinische Relevanz

V.a. Listeriose

Eitrige Listerien-Meningitis

Listerien-Enzephalitis

Listeriose der Schleimhäute und der Haut

Neonatale Listeriose

Anmerkungen

Inkubationszeit: 3 Wochen (3-70 Tage). Bei immunkompetenten Menschen verläuft eine Listerien-Infektion nur selten symptomatisch. Bei abwehrgeschwächten Patienten reicht das Spektrum von Grippe-ähnlichen sowie gastrointestinalen Symptomen bis zu Meningitiden oder Septikämien. Die neonatale Listeriose kann als Frühinfektion in der ersten Lebenswoche („Early onset“, Granulomatosis infantiseptica) oder Spätinfektion („Late onset“) auftreten. Die diagnostische Methode der Wahl ist der kulturelle Nachweis. Alternativ steht die Listerien-PCR zur Verfügung, die insbesondere sinnvoll ist, wenn ein kultureller Nachweis nicht möglich ist (z.B. nach antibiotischer Vorbehandlung). Die Aussagekraft eines Nachweises im Stuhl ist eingeschränkt, da auch bei bis zu 5 % gesunder Personen Listerien im Stuhl nachgewiesen werden können.

 

Namentliche Labor-Meldepflicht gem. IfSG bei direktem Erregernachweis aus Liquor, Blut, Abstrichen von Neugeborenen sowie normalerweise sterilen Materialien!

Anforderungsscheine

Stand: 01.11.2018

Wichtige Information:
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