Alphabetisches Analysenverzeichnis

Kobalt

Cobalt

Material

5 ml Urin

2 ml LH-Plasma für Metallanalytik

(5 ml aus 24h Urin, angesäuert)

(2 ml LH-Blut für Metallanalytik)

Referenzbereiche

Urin: < 1,0 µg/l

Äquivalenzwerte für krebserzeugende Stoffe für Urin vorhanden

Plasma / Blut: < 1,0 µg/l

Verfahren

G-AAS

Klinische Relevanz

- Kobaltintoxikation
Inhalation von Kobaltstaub
(kann Asthma und pulmonale Symptome hervorrufen)
- exzessive Kobaltaufnahme durch Nahrungsmittel (Biertrinker), (Schilddrüsenhyperplasie, Myxödem, Kardiomyopathie, Polyzythämie)
Krebserzeugender Arbeitsstoff!

Weichteilreaktionen durch Metallabrieb aus schadhaften Endoprothesen

Anmerkungen

Urin ist das bevorzugte Material für arbeits- und umweltmedizinische Fragestellungen. Für umweltmedizinische Fragestellungen werden im 24-Std.-Urin aussagekräftigere Ergebnisse als im Spontanurin erzielt.

Essentielles Spurenelement, in hohen Konzentrationen jedoch toxisch u. als kanzerogen und mutagen eingestuft. Verwendung in diversen industriellen Prozessen (daher Bedeutung in Arbeitsmedizin), aber auch in Landwirtschaft und Medizin (radioaktives Co wird u.a. in der Krebstherapie als Strahlenquelle verwendet).

Bei Verdacht auf toxischen Metallabrieb aus Gelenkprothesen findet man bei Kobalt die größte Konzentrationserhöhung im Urin (und auf sehr niedrigem, nicht immer nachweisbaren Niveau auch im Plasma) (Clin Orthop Relat Res 2009 467: 101ff). Blut ist für diese Fragestellung ungeeignet, s.a. Chrom, Nickel.

Stand: 18.06.2018

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