Humangenetik

Albright hereditäre Osteodystrophie

GNAS

Material

2 ml EDTA-Blut

OMIM

139320

Verfahren

Nachweis von inaktivierenden Mutationen im GNAS-Gen durch Sequenzierung und MLPA.

Klinische Relevanz

Mutationsanalyse bei Patienten mit V.a. Albright hereditäre Osteodystrophie (Pseudohypoparathyreoidismus und Pseudo-Pseudohypoparathyreoidismus).

Anmerkungen

Mutationen des GNAS-Gens können zu einer Reihe von Erkrankungen mit Beteiligung des Knochenstoffwechsels führen. Während somatische aktivierende Mutationen des GNAS-Gens das McCune-Albright-Syndrom verursachen (siehe McCune-Albright-Syndrom), führen inaktivierende Mutationen der Keimbahn zur Albright hereditären Osteodystrophie. Aufgrund des Imprinting-Effekts sind verschiedene klinische Ausprägungen möglich. Betrifft die inaktivierende Mutation das väterlich vererbte GNAS-Allel, so kommt es zur Albright hereditären Osteodystrophie ohne Hormonresistenz (Pseudo-Pseudohypoparathyreoidismus, PPHP). Die Betroffenen sind kleinwüchsig und fallen durch eine Verkürzung des Metakarpale IV und V auf. Liegt die inaktivierende Mutation auf dem mütterlich vererbten Allel, so tritt die Albright hereditäre Osteodystrophie mit Hormonresistenz (Pseudohypoparathyreoidismus Typ 1A) auf. Neben der Knochenbeteiligung liegt eine PTH-Resistenz (Hypocalcämie) und in einigen Fällen auch eine Resistenz gegenüber TSH und den Gonadotropinen vor. Beim Pseudohypoparathyreoidismus Typ 1B liegen Methylierungsdefekte des GNAS-Lokus vor. Hier besteht vor allem eine renale PTH-Resistenz, oft ohne skelettale Auffälligkeiten.

Anforderungsscheine

Stand: 30.07.2019

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