Alphabetisches Analysenverzeichnis

Helicobacter-pylori-AK (IgA, IgG)

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

EIA

Immunoblot

Klinische Relevanz

Chronische Gastritis Typ B

Ulcus ventriculi

Ulcus duodeni

Unklare Oberbauchbeschwerden

Anmerkungen

Helicobacter pylori gilt als ätiologisch bedeutsam für die Entstehung eines Großteils gastroduodenaler Erkrankungen. Bei etwa 20% der Infizierten ist im Verlauf einer persistierenden Infektion mit Folgekrankheiten zu rechnen. Neben der chronisch-atrophischen Gastritis, dem peptischen Ulkus und der gastroduodenalen Refluxkrankheit gilt eine Assoziation von H. pylori auch mit neoplastischen Erkrankungen des Magens als sehr wahrscheinlich. Stufen-Diagnostik: Mit dem als Suchtest eingesetzten EIA werden IgG- und IgA-AK erfasst. Bei reaktivem Suchtest wird nachfolgend ein Immunoblot für die Bestätigung H.-pylori-spezifischer IgG- und IgA-AK eingesetzt. Anhand der Ausbildung von zwei Virulenzfaktoren, VacA (vakuolisierendes Toxin) und CagA (Cytotoxin assoziiertes Antigen) können zwei Untergruppen von H. pylori unterschieden werden. Stämme, die einen oder beide Virulenzfaktoren ausbilden, werden dem hochvirulenten Typ I zugeordnet, der die Entstehung von Folgekrankheiten begünstigt.

Daneben stehen für den Nachweis von H.-pylori-Infektionen der 13C-Harnstoff-Atemtest (Helicobacter-pylori-Atemtest), die Stuhluntersuchung auf Helicobacter-pylori-Antigen sowie die bakterioskopische Analyse von Gewebeproben ([a:3313]) zur Verfügung (Abnahmebedingungen für den kulturellen Nachweis s.u. "Mikrobiologie": Magenbiopsie). Letztere Verfahren stehen im Rahmen der Kontrolle einer Eradikationstherapie im Vordergrund, da die Untersuchung auf H.-pylori-IgA- und -IgG-AK nicht zur Kontrolle einer Eradikationstherapie geeignet ist.

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

Wichtige Information:
Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.