Gerinnung / Transfusionsmedizin

Faktor-XIII-Aktivität

Material

3 ml Citrat-Blut

Referenzbereiche

70 - 140 %

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Syntheseort: Leber

lange Halbwertszeit von ca. 5 Tagen
Vorkommen:   Plasma,
                       Megakaryozyten,
                       Plazenta

Anmerkungen

Der schwere, hereditäre FXIII-Mangel ist eine seltene Gerinnungsstörung. Bei jeder unklaren Blutungsneigung, insbesondere postoperative Blutung nach initial blutungsfreiem Intervall, Wundheilungsstörung mit pathologischer Narbenbildung, bei Neugeborenen mit Nabelblutung oder Hirnblutung sollte ein FXIII-Mangel ausgeschlossen werden. Erworbene FXIII-Mangelzustände werden z.B. bei Lebersynthesestörungen, Verlust- bzw. Verbrauchskoagulopathie, chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Colitis ulcerosa), ausgedehnten Brandverletzungen beobachtet. Der FXIII ist für die Stabilisierung des Fibrinnetzes notwendig. Ein Mangel wird nicht durch die Gerinnungsteste Quick, PTT und TZ erfaßt, da die Fibrinbildung nicht gestört ist.
Eine klinisch relevante Erniedrigung liegt im allgemeinen erst bei Werten < 30 % vor. Substitutionstherapie mit FXIII-Konzentrat möglich.

Stand: 19.11.2019

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