Gerinnung / Transfusionsmedizin

Faktor-II-Aktivität

Prothrombin

Material

3 ml Citrat-Blut

Referenzbereiche

70 - 120 %

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Abklärung eines verminderten Quick-Wertes

Hepatogene Koagulopathie (zusammen mit den anderen Gerinnungsfaktoren)

Vitamin-K-Mangel.

Kontrolle einer Marcumar-Antikoagulation bei Störung der Quick-INR-Bestimmung, z.B. durch ein Lupus-Antikoagulans oder Faktor VII-Mangel

Anmerkungen

Erhöhte Werte korrelieren mit einem erhöhten Thromboserisiko (Ursache: Prothrombinmutation G20210A, s.a. Prothrombin-Mutation.

Allerdings ist die individuelle FII-Messung z. Zt. noch nicht aussagekräftig. Der hereditäre FII-Mangel ist als Ursache für einen pathologischen Quick-Wert selten, zumeist handelt es sich um erworbene Ursachen (Vitamin K-Mangel, Lebersynthesestörung). FII-Messung auch zur Therapiesteuerung der oralen Antikoagulation, insbesondere bei Patienten mit Antiphospholipid-Antikörpern oder FVII-Mangel.

Syntheseort: Leber, Vitamin-K abhängig.

Halbwertzeit: 2 - 3 Tage.

Bei Neugeborenen ist die Faktor XI-Aktivität physiologisch vermindert und steigt in den ersten 6 Lebensmonaten an.

Anforderungsscheine

Stand: 01.11.2018

Wichtige Information:
Die Inhalte des Analysen-Spektrums sind ausschließlich zu Informationszwecken bestimmt. Die Informationen stellen in keiner Weise Ersatz für professionelle Beratungen oder Behandlungen durch ausgebildete und anerkannte Ärzte dar. Die Inhalte des Analysen-Spektrums dürfen und können nicht für die Erstellung eigenständiger Diagnosen oder für die Auswahl und Anwendung von Behandlungsmethoden verwendet werden. Das Labor Lademannbogen fordert alle Benutzer mit Gesundheitsproblemen dazu auf, im Bedarfsfall immer einen Arzt aufzusuchen.