Gerinnung / Transfusionsmedizin

D-Dimere

Material

3 ml Citrat-Blut

Referenzbereiche

<0,55 µg/ml

Verfahren

Türbidimetrie

Klinische Relevanz

Ausschluss einer tiefen Venenthrombose und Lungenembolie.

Diagnostik und Verlaufsparameter bei Verbrauchskoagulopathie, Lysetherapie und Hyperfibrinolyse.

Verlaufsparameter bei Risikoschwangerschaft (Thrombophilie).

Vorhersage eines Thromboserezidives.

Anmerkungen

Wenn quervernetztes Fibrin durch Plasmin gespalten wird, entstehen spezifische Fibrinspaltprodukte, die D-Dimere. Zum Ausschluß einer Thrombose verfügt dieser Test über eine hohe Sensitivität (> 97 %), jedoch nur über eine geringe Spezifität (< 50 %). Daher eignet sich der Test hervorragend zur Ausschlußdiagnostik bei ambulanten Patienten mit Verdacht auf frische Thromboembolie. Finden sich erhöhte Werte, kann eine venöse Thromboembolie, aber auch jeder andere Prozess, der mit einem vermehrten Fibrinumsatz einhergeht (z.B. akute Infektion chron. Erkrankungen, postoperative Phase) ursächlich sein, so dass dann zum Ausschluss oder Sicherung einer Thromboembolie weitere, bildgebende Diagnostik notwendig wird.

In der Schwangerschaft gelten höhere Werte, abhängig von der Schwangerschaftswoche.

P: Erschwerte Blutentnahme führt zu falsch hohen Werten.

Analyse stabil bis maximal 24 Stunden nach Blutentnahme. Probe bei Raumtemperatur aufbewahren.

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

Wichtige Information:
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