Alphabetisches Analysenverzeichnis

Gallensäuren im Serum

Material

2 ml Serum, abgetrennt, gekühlt

Referenzbereiche

Erwachsene: < 9,0 µMol/l
Kinder bis 1 Jahr: 11 - 69 µMol/l
Kinder bis 12 Jahre: 1 - 37 µMol/l

Schwangerschaft:

fetales Risiko deutlich erhöht ab 40 μMol/l

Klinische Relevanz

DD hepatobiliärer Dysfunktionen

arrow_up.gif Zirrhose, Cholestase, Virus-Hepatitis, primäres Leber-Ca, biliäre Atresie
arrow_up.gif Medikamenten-/Alkohol-induzierte Leberschädigungen
arrow_up.gif zystische Fibrose
arrow_up.gif Reye-Syndrom
arrow_up.gif Schwangerschaft: fetales Risiko

Anmerkungen

Nach dem Essen (postprandial) steigen die Gallensäuren über den Referenzbereich an. Die postprandiale Gallensäurebestimmung kann daher als sensitiver Test zur Beurteilung der hepatobiliären Funktion verwendet werden. Erfasst werden primäre, sekundäre und tertiäre Gallensäuren (Cholsäure, Chenodesoxycholsäure, Desoxycholsäure, Lithocholsäure, Ursodeoxycholsäure) sowie ihre Konjugate (Glycin- und Turin-Kojugate: Gallensäuren-Amide).

Schwangerschaft: fetales Risiko deutlich erhöht ab 40 μmol/l, ggf. kann eine Gallensäureauftrennung zur Abklärung nachgefordert werden.

Für Patienten, die mit Ursodeoxycholsäure (UDCA) behandelt werden, ist die Bestimmung der Gesamt-Gallensäuren ungeeignet, da UDCA mit erfasst wird.

P: Blutabnahme am nüchternen Patienten. Nach Abnahme Serum abheben/abzentrifugieren und kühlen (Kühlbox bitte anfordern).

Stand: 29.06.2018

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