Funktionsteste

Xylose-Test

D-Xylose-Belastungstest

Material

Blut:

je 2 ml NaF-Blut (Details siehe unten)

und Urin:

5 ml eines 5 Stunden-Sammelurins ohne Zusätze,

Sammelbeginn nach Xylose-Gabe

Referenzbereiche

Erwachsene:

Plasma: basal < 40 mg/l; nach 2 Std. > 300 mg/l

Urin: > 4 g/5 Stunden bei Gabe von 25 g Xylose

Kinder:

Plasma: basal < 40 mg/l; nach 1 Std. > 200 mg/l

Urin: > 1,2 g/5 Stunden bei Gabe von 5 g Xylose

bzw. > 16% der verabreichten Dosis


(Die Analyse erfolgt in NaF-Plasma und im Urin.)

Verfahren

Photometrie

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Verdacht auf Malabsorption im proximalen Teil des Dünndarms, Differentialdiagnose Malabsorption versus Maldigestion

Anmerkungen

Die D-Xylose-Bestimmung im NaF-Plasma ist sinnvoll, wenn ein Verdacht auf eine verminderte glomeruläre Filtrationsrate besteht.

Eine verminderte Ausscheidung der eingesetzten Menge im Beobachtungszeitraum lässt auf ein Malabsorptionssyndrom (Zöliakie, Sprue) schließen. Eine verminderte Ausscheidung bei normalen Plasmaspiegeln wird bei eingeschränkter glomerulärer Filtration beobachtet.

Falsch niedrige Werte findet man bei Erbrechen, verlangsamter Magenentleerung, ausgedehnten Ödemen und Aszites, pathologischer Darmflora (Xylose-metabolisierende Bakterien) und nach Einnahme von Aspirin und Indometacin.

P: Blut: Abnahme von NaF-Blut (kein Vollblut/Serum!). Transport als NaF-Blut. NaF dient zur Minimierung eines präanalytischen Xyloseverlustes. Die Analyse erfolgt im NaF-Plasma.

Urin: Sammelmenge des 5 Stunden-Sammelurins unbedingt angeben!

 

Vor Versuchsbeginn: Patient nüchtern, Blase entleert. Blutabnahme für den Basalwert. Dann 25 g D-Xylose in 500 ml Tee (Kinder 5 g in 100 ml) p.o. Anschließend Urin der nächsten 5 Stunden sammeln. Während der ersten beiden Stunden nochmals die gleiche Menge Flüssigkeit trinken lassen. Blutabnahme 1 und 2 Std. (Kinder nur 1 Std.) nach Versuchsbeginn.

Stand: 18.06.2018

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