Alphabetisches Analysenverzeichnis

Folsäure in den Erythrozyten

Material

1 ml EDTA-Blut, lichtgeschützt (Alufolie), gekühlt

Referenzbereiche

523 - 1260 µg/l

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Bestimmung von intraerythrozytärer Folsäure zusammen mit Folsäure im Serum gibt das Ausmaß und den Schweregrad des Folsäuremangels an. Intraerythrozytäre Folsäurewerte < 50 µg/l Erythrocyten weisen auf einen manifesten Folsäuremangel hin. Verminderung der intraerythrozytären Folsäure bei normaler Folsäure im Serum weist auf Vitamin B12-Mangel hin.

Anmerkungen

Kein Ersatz für die Bestimmung von Folsäure im Serum! Bei manifestem Folsäuremangel findet sich die Folsäure sowohl im Serum als auch in den Erythrozyten erniedrigt. Bei latentem Folsäuremangel ist nur die Plasma-Folsäure erniedrigt. Bei megaloblastärer Anämie finden sich häufig Folsäurekonzentrationen in den Erythrozyten < 40 µg/l.

Ursachen erniedrigter Werte sind u.a. einseitige Ernährung, Synthese-Störung durch Langzeittherapie mit Folsäure-Antagonisten, gestörte Resorption z. B. bei chronisch entzündlichen Darm-Erkrankungen, Antiepileptika, Kontrazeptiva.

Stand: 18.06.2018

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