Alphabetisches Analysenverzeichnis

EBV-AK (IgM/IgG)

VCA-IgM, VCA-IgG, EBNA-1-IgG

Material

2 ml Serum

1 ml Liquor

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

EIA

Klinische Relevanz

Infektiöse Mononukleose (Morbus Pfeiffer)

Hepatitis unklarer Genese

Burkitt-Lymphom

Lymphoproliferative Erkrankung nach Transplantation

Orale Haarleukoplakie bei HIV-Infektion

Nasopharynxkarzinom

Pneumonie

Meningitis/Enzephalitis

Anmerkungen

Die primäre EBV-Infektion ist serologisch gekennzeichnet durch Nachweis von IgM- und IgG-AK gegen virales Capsidantigen (VCA) bei gleichzeitigem Fehlen von IgG-AK gegen EBNA-1 (EBV-spezifisches nukleäres Antigen). Aufgrund der langen Inkubationszeit (30-50 Tage) sind VCA-AK in der Regel bereits bei Krankheitsbeginn nachweisbar. EBNA-1-IgG wird erst 6 Wochen bis wenige Monate nach Primärinfektion gebildet, fehlt allerdings in 5 % der Fälle. 10 % der Primärinfektionen verlaufen ohne Bildung von VCA-IgM. Bei unklarer serologischer Konstellation wie isoliertem Nachweis von VCA-IgG Abklärung mittels Immunoblot zum Nachweis von AK gegen weitere frühe und späte EBV-Antigene sinnvoll. Bei neurologischer Symptomatik Bestimmung des EBV-IgG-AI aus einem Serum-Liquor-Paar.

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

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