Alphabetisches Analysenverzeichnis

Dehydroepiandrosteron-Sulfat

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

siehe Befundbericht

Klinische Relevanz

Neben der differentialdiagnostischen Abklärung von Hirsutismus und Virilisierung sind weitere Indikationen für eine DHEA-S-Bestimmung alle Formen der Androgenisierung, Hyperprolaktinämie, polyzystisches Ovarsyndrom und der Ausschluss bzw. Nachweis eines androgenproduzierenden Nebennierenrindentumors.

Anmerkungen

DHEA-S zeigt nur schwache androgenisierende Wirkungen, wird aber zu stärkeren Androgenen wie Androstendion und Testosteron metabolisiert und kann somit indirekt zu Hirsutismus und Virilismus führen. Nur erhöhte DHEA-S-Konzentrationen sind von klinischer Bedeutung, wobei Faktoren wie genetisch bedingte Enzymdefekte der Nebennierenrinde (adrenogenitales Syndrom), Hyperplasie der NNR sowie ein androgenproduzierender Tumor für eine DHEA-S-Überproduktion verantwortlich sein können.

Infolge seiner relativ hohen und weitgehend tageszeitunabhängigen Konzentration ist DHEA-S ein ausgezeichneter Parameter für die Erfassung der adrenalen Androgenproduktion.

Gemeinsam mit Testosteron wird eine DHEA-S-Bestimmung bevorzugt als Initialtest bei Verdacht auf eine Hyperandrogenämie und dadurch bedingten Hirsutismus eingesetzt. Etwa 84 % der Frauen mit Hirsutismus zeigen erhöhte Androgenspiegel. Als tumorverdächtige Werte bei Frauen gelten DHEA-S-Werte über 700 µg/dl.

Stand: 18.06.2018

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