Alphabetisches Analysenverzeichnis

CMV-AK (IgM/IgG)

Cytomegalie-Virus-AK

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

EIA

Klinische Relevanz

Mononukleose

Hepatitis

Splenomegalie

Mutterschaftsvorsorge

Serostatus bei Organtransplantation

Anmerkungen

Die primäre CMV-Infektion sowie eine Reaktivierung verlaufen bei Immunkompetenten Patienten in der Regel ohne Symptome. Gelegentlich tritt bei Primärinfektion eine Mononukleose-ähnliche Symptomatik, selten auch eine Hepatitis auf. Die Untersuchung auf CMV-AK ist differentialdiagnostisch insbesondere sinnvoll, wenn bei Verdacht auf infektiöse Mononukleose eine EBV-Infektion ausgeschlossen wurde.

Die CMV-Infektion ist die häufigste konnatale Virusinfektion. Das Risiko einer intrauterinen Übertragung ist bei einer Primärinfektion deutlich höher als bei einer Reaktivierung bzw. Reinfektion (40-50% vs. 1%). Im Rahmen der Mutterschaftsvorsorge ist deshalb die Bestimmung des Serostatus sinnvoll. Bei Seropositivität, insbesondere bei Nachweis von IgM-AK, kann durch die Bestimmung der Avidität der IgG-AK sowie den Nachweis von IgG-AK gegen das gB2-Antigen (Bildung 6-8 Wochen nach Primärinfektion) der Infektionszeitpunkt eingegrenzt werden.

Bei neurologischer Symptomatik ist die Untersuchung eines Liquor-Serum-Paars empfehlenswert. Eine intrathekale IgG-Synthese ist 1-2 Wochen nach Symptombeginn zu erwarten.

Bei Patienten unter Immunsuppression oder mit Immundefekt, bei denen die CMV-Infektion schwere Krankheitsbilder mit unterschiedlicher Manifestation verursachen kann, ist die CMV-Serologie von begrenzter Aussagekraft, da eine IgM-Reaktion fehlen bzw. ein signifikanter Titeranstieg ausbleiben kann. In diesen Fällen ist der Nachweis von CMV-DNA, bei generalisierter Infektion ggf. auch die Untersuchung auf [a:315], die diagnostische Methode der Wahl.

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

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