Alphabetisches Analysenverzeichnis

Präeklampsie

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

Berechnung des sFlt-1/PIGF-Quotienten

PlGF* (engl.: placental growth factor)

sFlt-1* (engl.: soluble fms-like tyrosine kinase-1)

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Bei der Präeklampsie (syn.: EPH-Gestose) handelt es sich um eine Schwangerschaftserkrankung, die sich bei etwa 5% der Mitteleuropäerinnen ab der etwa 20. Schwangerschaftswoche manifestiert. Definitionsgemäß werden bei erkrankten Frauen ein Hypertonus >140/90 mmHg und eine Proteinurie (Proteinausscheidung >300 mg pro 24h) diagnostiziert.

Anmerkungen

Unser diagnostisches Angebot richtet sich an schwangere Frauen, für die bereits ein erhöhtes Präeklampsie-Risiko besteht. Der von uns ermittelte sFlt-1/PIGF-Quotient kann in den meisten Fällen Befürchtungen einer drohenden Präeklampsie entkräften und eine berechtigte Beruhigung für die weitere Schwangerschaft verschaffen, ggf. können betroffene schwangere Frauen adäquat behandelt werden.

 

Als Risikofaktoren für eine Präeklampsie gelten:

Vorangegangene Schwangerschaft mit Präeklampsie, Eklampsie oder HELLP-Syndrom

Präeklampsie, Eklampsie oder HELLP-Syndrom in der Familie

Chronische Vorerkrankungen wie Hypertonie, Diabetes, Nierenleiden oder Autoimmunerkrankungen

Mehrlingsschwangerschaft

Patientinnen afrikanischer bzw. afroamerikanischer Herkunft

Junge Erstgebärende

Schwangere über 40 Jahre

Übergewicht (BMI über 35)

Chronischer Hypertonus >140/90 mmHg

Proteinurie

Hyperthyreodismus

Niedriger PAPP-A-Wert

P: Bitte die Vollblutprobe oder das Serum am Tag der Blutentnahme in das Labor schicken. Falls dies nicht möglich ist, sollte zumindest das Serum abgetrennt werden: ca. 7,5 ml Blut mit einer Serum-Monovette entnehmen, 30 Minuten stehen lassen, dann zentrifugieren (3000 U/min für 5 Min.), abgetrenntes Serum verschicken. Wenn keine Zentrifuge zur Verfügung steht, bitte die Serum-Monovette zur Blutgerinnung 2 Std. im Kühlschrank stehen lassen, 2 ml Überstand (Serum) in ein neues (mit Patientendaten versehenes!) Röhrchen abgießen und verschicken.

Lagerung bei 4°C, Transport der Serumprobe erfolgt in der Regel bei einer Temperatur zwischen 10°C und 20°C (entsprechend gekühlte Transportbox wird vom Kurier verwendet).

Anforderungsscheine

Stand: 18.06.2018

Wichtige Information:
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