Alphabetisches Analysenverzeichnis

Mycobacterium-tuberculosis-DNA

TBC-PCR

Material

1 ml Sputum

1 ml BAL

1 ml Bronchialsekret

1 ml Magensaft

1 ml Liquor

1 ml Urin

1 ml Punktat

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

PCR

Klinische Relevanz

Tuberkulose

Anmerkungen

Die Untersuchung ist bei klinischem Verdacht insbesondere indiziert bei gefährdeten Patienten (z.B. HIV-Infektion, Kleinkinder) sowie bei schwerem Krankheitsbild (z.B. V.a. tuberkulöse Meningitis, generalisierte Infektion). Darüber hinaus ist der Einsatz der PCR bei mikroskopisch positiven Proben zur Differenzierung von nicht-tuberkulösen Mykobakterien und Erregern des Mycobacterium-tuberculosis-Komplexes sinnvoll. Gegenüber der Kultur besitzt die PCR einen deutlichen Zeitvorteil, weist allerdings insbesondere bei mikroskopisch negativen Proben eine geringere Sensitivität auf (80-90 %). Die PCR kann daher die Kultur, auch im Hinblick auf die Möglichkeit einer Empfindlichkeitsprüfung, nicht ersetzen. Die PCR ist darüber hinaus nicht zur Therapiekontrolle geeignet.

 

Namentliche Labor-Meldepflicht gem. IfSG bei direktem Erregernachweis. Zusätzliche Meldepflicht für den behandelnden Arzt bei behandlungsbedürftiger Tuberkulose (Erkrankung, Tod).

Anforderungsscheine

Stand: 25.10.2018

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