Alphabetisches Analysenverzeichnis

Katecholamine im Plasma

Noradrenalin, Adrenalin, Dopamin

Material

3 ml EGTA-Plasma*, gefroren

(6 ml Blut in EGTA-Spezialröhrchen*)

Referenzbereiche

Noradrenalin: 100 - 500 ng/l

Adrenalin: 10 - 100 ng/l

Dopamin: 5 - 90 ng/l

Verfahren

HPLC

Klinische Relevanz

arrow_up.gifPhäochromozytom
arrow_up.gifVerdacht auf Tumoren des sympatho-adrenergen Systems
arrow_up.gifNeuroblastom
arrow_up.gifarterielle Hypertonie

Anmerkungen

Messung der Katecholamine bevorzugt im Urin. Nur bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung (bzw. unklarer Situation) sollten vorzugsweise bzw. ergänzend diese gemeinsam mit den Metanephrinen im Urin oder Plasma untersucht werden.

 

Die größte diagnostische Sensivität (von nahezu 100%) erzielt man durch die kombinierte Analyse der Katecholamine, der Metanephrine und der sauren Metabolite im 24h-Urin/EGTA-Plasma, ggf. an 2 oder 3 aufeinanderfolgenden Tagen.

P: Wenn klinisch vertretbar, Medikamente mindestens eine Woche vorher absetzen. Mindestens 4 Std. vorher kein Kaffee, Tee, Nikotin und Alkohol. Weitere Hinweise in Bezug auf Medikamente und Einflussgrößen s.u. Katecholamine und Metabolite im Urin

 

Venösen Zugang am liegenden Patienten mindestens 30 Min. vorher legen und jegliche Aufregung für den Patienten vermeiden. Bei Hypertonie-Patienten Blutentnahme am sinnvollsten während und bis zu 3 Std. nach der Hochdruckkrise.

 

3-6 ml EDTA-Blut abnehmen, sofort zentrifugieren, 1-3 ml Plasma abnehmen und in EGTA-Spezialröhrchen überführen, Plasma bei -20 °C lagern und transportieren. Falls in der Praxis nicht durchführbar: Blutabnahme im Labor. Bei Transport zum Labor am Tag der Blutabnahme kein Einfrieren nötig.

Bitte vorher EGTA-Spezialröhrchen im Labor anfordern.

Stand: 18.06.2018

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