Alphabetisches Analysenverzeichnis

Erythrozyten, fetale

HbF-Zellen

Material

4 ml EDTA-Blut

Referenzbereiche

Nicht-Schwangere:

HbF-Zellen normalerweise nicht nachweisbar

 

--> NW: 0 - 0,2 ‰

Klinische Relevanz

Nachweis fetaler Erythrozyten bei vaginalen

Blutungen in der Schwangerschaft,

Verdacht auf fetomaternale Makrotransfusion

als Ursache fetaler Schädigung,

Bestätigung von Nabelschnurpunktionen

 

Fetomaternale Mikrotransfusion:

> 0,2‰ HbF-Zellen

 

Fetomaternale Makrotransfusion:

4 - 5 ‰ HbF-Zellen

Anmerkungen

Die Bestimmung der fetalen Erythrozyten erfolgt per Durchflusszytometrie. Diese Methode ist hinsichtlich Standardisierung und Reproduzierbarkeit dem mikrokopischen Kleihauer-Betke Test überlegen. DD müssen Erkrankungen, bei denen ebenfalls HbF in mütterlichen Erythrozyten nachweisbar ist, wie Thalassämie, Sichelzellanämie, aplastische Anämie, perniziöse Anämie etc., abgegrenzt werden

Stand: 18.06.2018

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