Alphabetisches Analysenverzeichnis

Brucella-AK

Material

2 ml Serum

Referenzbereiche

negativ

Verfahren

Agglutinationstest

Sonstiges

Fremdlaborleistung

Klinische Relevanz

Akute bis subakute Brucellose:

Schleichender Beginn (meist B. abortus) oder plötzlich (häufiger bei B. melitensis) mit Fieber, Übelkeit, Müdigkeit, Kopfschmerzen, Nachtschweiß. Fieberverlauf über 1 bis 3 Wochen, 2- bis 5-tägige fieberfreie Intervalle möglich (undulierendes Fieber).

 

Chronische Brucellose:

Längere Erkrankungsverläufe (über ein Jahr) bei nicht erkannten oder nicht korrekt behandelten Infektionen. Unspezifische Allgemeinsymptome wie Leistungsminderung, Schweißausbrüche und depressive Episoden, häufig Spondylitiden und Uveitiden.

 

Lokalisierte Brucellose:

Befall von Knochen, Gelenken, insbesondere in Form einer Sacroiliitis, Arthritis und Bursitis, auch Meningitis, Endokarditis und Epididymo-Orchitis möglich. Selten Cholezystitis, Pankreatitis oder Peritonitis. Bei Befall des Knochenmarks Anämie, Leukopenie und Thrombopenie. Befall der Lunge mit Vergrößerung der hilären und paratrachealen Lymphknoten sowie einer interstitiellen Pneumonie möglich.

Anmerkungen

In Europa vor allem im Mittelmeerraum auftretende Zoonose. Inkubationszeit etwa 5 bis 60 Tage. Infektion durch Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder direkten Kontakt zu infizierten Tieren. Wichtigste Infektionsquellen für den Menschen sind kontaminierte, nicht pasteurisierte Milch bzw. aus ihr hergestellte Rohmilch-Produkte. Aufnahme des Erregers in den Körper auch über Konjunktiven, Atemwege und verletzte Haut möglich. Brucella-spezifische Antikörper sind etwa 1 Wochen nach Krankheitsbeginn nachweisbar. Mit dem verwendeten Testsystem werden Antikörper gegen B. abortus und B. melitensis erfasst.

 

Namentliche Labor-Meldepflicht gem. IfSG bei direktem und indirektem Erregernachweis.

Anforderungsscheine

Stand: 24.08.2018

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