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Veranstaltungen

Einladung  
Vortragsveranstaltung Diagnostik und Therapie des
Diabetes mellitus
Ort Labor Prof. Arndt & Partner
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum 16.11.2004 um 20:00 Uhr c.t.
Anmeldung Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine e-mail (info@labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805 0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805 791 zu erreichen.

Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten bewertet.

Programm 20.15 Uhr Dr. A. Kromminga
Diagnostik des Diabetes mellitus

20.40 Uhr W. Schmidt
Genetische Grundlagen des Maturity-onset Diabetes of the Young

21.00 Uhr Prof. Dr. M. Dreyer
Therapiestrategien bei Diabetes mellitus Typ 2

22.00 Uhr Diskussion

22.30 Uhr Ende

zum Thema:

Der Diabetes mellitus ist eine endokrine Regulationsstörung des Stoffwechsels, die durch eine chronische Hyperglykämie charakterisiert ist. Es liegt entweder eine gestörte Insulinsekretion oder eine gestörte Insulinwirkung oder beides vor. Die Prävalenz des Diabetes mellitus beträgt 4-6% in den Industrieländern, und es wird von einer Verdoppelung der Krankheitsfälle innerhalb der nächsten 15 Jahre ausgegangen. Neben der Bestimmung der Glukose in Blut und Urin steht die Bestimmung des Hämoglobin A1c (HbA1c) im Mittelpunkt der Diabetesdiagnostik. Erst kürzlich konnte eine internationale Standardisierung der HbA1c -Bestimmung erreicht werden. Ätiopathologisch wird der autoimmun bedingte Diabetes mellitus Typ 1 von dem häufigsten Typ 2, den genetisch bedingten und sonstigen Formen sowie dem Gestationsdiabetes unterschieden.

Der Diabetes mellitus Typ 1 ist das Resultat einer progredienten Zerstörung der b-Zellen in den Langerhansschen Inseln der Pankreas. Im Zuge des Autoimmunprozesses kommt es bereits sehr früh zur Bildung von Autoantikörpern gegen verschiedene Inselzell-Antigene. Unter Verwendung der rekombinanten Zielstrukturen ist eine sichere Diagnose bereits in der prädiabetischen Phase möglich.

Am bedeutendsten für die Früherkennung und damit mögliche gezielte Therapie der monogen bedingten Diabetes-Erkrankungen ist der sich im frühen Lebensalter manifestierende „Maturity-onset Diabetes of the Young“ (MODY). MODY ist genetisch heterogen und entsteht durch Mutationen in mindestens sechs Genen (MODY-Formen 1- 6). Klinischen Untersuchungen zufolge sind etwa 1 bis 5% der Patienten mit Diabetes mellitus an einer Form des MODY erkrankt.

Die klassischen Therapie-Strategien des Diabetes mellitus Typ 2 wie Ernährungsumstellungen und vermehrte körperliche Aktivitäten können den Beginn einer medikamentösen Therapie um einige Jahre verzögern. Dabei helfen strukturierte Schulungsprogramme Selbstmanagement-Aktivitäten des Patienten zu stärken. Bei unzureichender Blutzuckerkontrolle unter nicht-medikamentösen Therapien stellt bei übergewichtigen Patienten Metformin das Medikament der ersten Wahl dar. Die Therapie mit Metformin kann nebenwirkungsreich sein, daher kommt der Überwachung der so behandelten Patienten eine besondere Bedeutung zu. Bei schlanken Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 kann primär mit einer Sulfonylharnstoff-Therapie begonnen werden. Bei beiden Patientengruppen haben die medikamentös oralen Therapieformen in der Regel eine begrenzte Wirksamkeit und müssen anfänglich mit Insulin kombiniert, später häufig auf eine Insulin-Monotherapie umgestellt werden. Für die Übergangs- und die definitive Insulin-Therapie bieten sich unterschiedliche Strategien an.

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