Ultraschall und biochemisches Ersttrimester-Screening: eine sinnvolle Ergänzung zur Risikoabschätzung in der Frühschwangerschaft?
Vortragsveranstaltung
Ort
Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum
21.09.1999 um 20:00 Uhr
Anmeldung
Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.
Hinweis
Programm
20.15 Uhr Priv.-Doz. Dr. B. Eiben Biochemisches Ersttrimester-Screening (praktische Erfahrung bei 700 Schwangerschaften)
20.45 Uhr
Prof. Dr. B.-J. Hackelöer
Ersttrimester-Screening mit Hilfe des Ultraschalls
21.05 Uhr
Prof. Dr. K.R. Held
Wie sinnvoll ist ein Ersttrimester-Screening?
21.20 Uhr
Diskussion
zum Thema:
Im 2. Trimester gehört die vorgeburtliche Risikoabschätzung für eine Chromosom 21 Trisomie mit Hilfe der Serum-Marker AFP, HCG und freies Östriol zu den Standardverfahren der Schwangerschaftsvorsorge. Für die Risikoabschätzung im 1. Trimester haben sich lediglich das freie ß-HCG und das Schwangerschafts-assoziierte Plasmaprotein A (PAPP-A) als aussagekräftige Parameter herausgestellt. Durch die Kombination von mütterlichem Alter mit freiem Serum-b-HCG und PAPP-A können z.B. rund 60 bis 65 % aller Schwangerschaften mit einer Chromosom 21 Trisomie des Feten bei einer falsch-positiv Rate von 5 % erkannt werden.
Die Assoziation von verbreiterter Nackentransparenz und einer Chromosomenaberration des Feten ist seit etwa 1990 bekannt. Eine Studie mit 100.000 Schwangerschaften ergab, daß in 72 % aller Schwangerschaften mit Chromosom 21 Trisomie des Feten die fetale Nackentransparenz in der 10. bis 14. SSW oberhalb der 95er Perzentile der Normverteilung lag. Nach einer retrospektiven Studie könnten bei Anwendung einer kombinierten Risikoabschätzung mit Hilfe der fetalen Nackentransparenz, dem mütterlichen Alter, freiem-b-HCG und PAPP-A 89 % aller Schwangerschaften mit einer Chromosom 21 Trisomie wiederum bei einer falsch-positiv Rate von 5 % in der 10. bis 14. SSW erkannt werden. Die Wertigkeit der einzelnen Parameter ist allerdings stark von der Schwangerschaftswoche abhängig. So sinkt die Erkennungsrate durch Bestimmung der Nackentransparenz in der 11. bis zur 13. SSW von 74 % auf 44 %. Dies ist zum Teil auf die hohe intrauterine Verlustrate von Feten mit ausgeprägter Nackentransparenz zurückzuführen.
Die sich hieraus ergebenden Beschränkungen für die Risikoabschätzung im 1. Trimester sollen gemeinsam diskutiert werden.