Vortragsveranstaltung

Orale Antikoagulantien - Einfach und mal ganz anders!}

Ort

Business Club Hamburg
Elbchaussee 43
22765 Hamburg

Datum

15.02.2017 um 16:30 Uhr

Anmeldung

Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen(dot)de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Bewertung der Fortbildungsveranstaltung mit 3 Punkten ist bei der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg beantragt.

Programm

16:00 Uhr Einlass und Kaffee

16:30 Uhr Begrüßung

Dr. Peter Jakob

16:45 Uhr Von der Idee zum Medikament - Stationen in der frühen Wirkstoff-Forschung

Dr. Nikolaus Heinrich

17:30 Uhr Aktuelles zur Antikoagulation bei venöser Thromboembolie und Vorhofflimmern

Dr. Tom Schilling

18:45 Uhr Diskussion

19:00 Uhr Ende der Veranstaltung mit anschließendem Flying Buffet

zum Thema:

Wirkstoff-Forschung

Von der ersten Idee für ein neues Medikament bis zu dem Tag, an dem der erste Patient das Medikament schluckt, vergehen oft 10 Jahre und mehr.

Dazu müssen die Forscher zunächst den Schwachpunkt eines Krankheitserregers oder einer erkrankten Zelle finden – das Ziel, an dem der Wirkstoff ansetzen kann, um den Krankheitsmechanismus zu bekämpfen. Dieses Zielprotein muss mit dem Wirkstoff nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip interagieren. Um diesen Schlüssel für das Schloss des Zielproteins zu finden, werden sie mit bereits bekannten chemischen Substanzen zusammengebracht, von denen die Forscher vermuten, dass sie einen medizinischen Nutzen hätten. Dafür stehen ihnen Datenbanken mit mehr als 2 Millionen Wirkstoffen zur Verfügung. Es müssen dann unter oft Tausenden „Treffern“ die aussichtsreichsten Wirksubstanzen rausgesucht werden, von denen mit Hilfe der Röntgenstrukturanalyse am Computer ein dreidimensionales Modell des Proteins und des Wirkstoffs erstellt wird.

Im sogenannten Molekülkino können die Forscher dann die Substanzen und Zielproteine mit Hilfe einer 3-D-Brille drehen und wenden sowie einzelne Atome entfernen oder ersetzen. Sie sehen dann, wie sich die Interaktion zwischen Protein und Wirkstoff verändert und können danach die gewünschte Schlüssel-Schloss-Funktion der geplanten Wirksubstanz optimieren.

 

Antikoagulation

Die Gabe oraler Antikoagulanzien (VKA und NOAC) ist bei VTE und VHF ein vielfach belegtes und etabliertes - und für manchen eventuell „ausdiskutiertes“ Therapieverfahren. Es werden jedoch stetig neue Daten publiziert, die nunmehr zu geänderten Leitlinien und Therapieempfehlungen führten. Diese neuen Empfehlungen - ergänzt durch die Versorgungsrealität spiegelnde Real-Life-Daten - werden ein Themenschwerpunkt dieser Fortbildung sein.

Speziell hinsichtlich der seit Jahrzehnten bekannten Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten glaubte man keine Neuerungen mehr erwarten zu dürfen. Die in Deutschland belegt unbefriedigende Qualität der VKA-Therapie soll jedoch Anlass sein, hilfreiche Tipps und Tricks im Umgang mit diesen Substanzen sowie Optionen einer verbesserten Therapiekontrolle zu demonstrieren.

Und nicht zuletzt: der Umgang mit den „Neuen oralen Antikoagulanzien“ erfordert - trotz sicher bereits vielfach wahrgenommener Informationen und Fortbildungen - ein stetiges Dazulernen. Viele neue Hinweise zur NOAC-Therapie bei besonderen Patientengruppen sowie zum sachgerechten Einsatz in speziellen Behandlungsphasen - sowie aktualisierte Hinweise zur periprozeduralen Antikoagulationsmanagement - runden das Themenspektrum ab.

Dateien zum Download:

Orale_Antikoagulantien.pdf