Oberflächliche und tiefe Mykosen: Epidemiologie, Diagnostik und Therapie

Vortragsveranstaltung

Ort

Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg

Datum

22.01.2008 um 20:00 Uhr

Anmeldung

Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.

Hinweis

Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten bewertet.

Programm

20.15 Uhr Dr. A. Lämmel
Einführung

20.30 Uhr Prof. Dr. M. Borg-von Zepelin
Oberflächliche und tiefe Mykosen

21.15 Uhr Dr. D. Reinel
Dermatomykosen

22.00 Uhr Diskussion

22.30 Uhr Ende

zum Thema:

Pilzinfektionen haben in den letzten Jahrzehnten an Zahl und Bedeutung zugenommen. Pilze verursachen eine Vielzahl verschiedener Erkrankungen. Das Spektrum reicht von den Hautmykosen auf der einen Seite über Schleimhautmykosen, die sowohl als Mundsoor, als Darminfektionen wie auch als Vaginalmykosen auftreten können, bis hin zu tiefen systemischen Mykosen, die vor allem bei Patienten mit schweren immunologischen Abwehrstörungen z.B. nach großen operativen Eingriffen oder im Rahmen von ausgedehnten Tumortherapien auftreten.
Zur Epidemiologie von Pilzinfektionen in Deutschland ist in den letzten Jahren wenig bekannt gewesen. Pilze im Darm werden zwar häufig festgestellt, ihre Bedeutung muss aber immer wieder abhängig vom einzelnen Patienten interpretiert werden. Das Auftreten rezidivierender Vaginalmykosen ist zwar eher selten, stellt aber nicht nur für die betroffenen Patientinnen eine therapeutische Herausforderung dar. Die systemisch vorkommenden Pilzinfektionen sind in den vergangenen Jahren am Nationalen Referenzzentrum für Systemische Mykosen gesammelt worden; hier liegen zumindest erste Daten vor.
Die Diagnostik von Pilzinfektionen setzt sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen: (i) der klinischen Symptomatik, individuell abhängig von der Situation des Patienten, (ii) der Kultur, (iii) einer zusätzlichen u.U. schnelleren serologischen Diagnostik und (iv) ggfs. einer molekularbiologischen Diagnostik. Der Stellenwert dieser einzelnen Bausteine wird diskutiert.
Die Therapie von Mykosen hat im letzten Jahrzehnt einen deutlichen Fortschritt erfahren, einige neue Antimykotika sind hinzugekommen und haben die therapeutischen Möglichkeiten bei diesen Erkrankungen deutlich verbessert. Ihr Wirkungsprinzip und die Einsatzmöglichkeiten werden vorgestellt und die Nebenwirkungshäufigkeit wird diskutiert.
Einen weiteren Schwerpunkt dieser Vortragsveranstaltung werden die Dermatomykosen darstellen.
Die Kenntnis des klinischen Bildes vorausgesetzt, muss an den geeigneten Lokalisationen Material gewonnen werden. Das positive mikroskopische Präparat (Nativpräparat) kann bereits nach 20-30 Minuten die Verdachtsdiagnose bestätigen. Der Spezialist wird eine spezifische topische Therapie am Tag der Erstvorstellung beginnen können. Zwecks Erregerdokumentation und als Basis für eine evtl. anschließende systemische Therapie wird eine Pilzkultur angelegt.
Mögliche Dermatomykosen „von Kopf bis Fuß“ werden demonstriert und die wesentlichen Wirkstoffe gängiger Antimykotika vorgestellt.