Moderne Aspekte in der Diagnostik bei chronischen Nierenerkrankungen neue Konzepte der Immunsuppression nach Nierentransplantation
Vortragsveranstaltung
Ort
Labor Prof. Arndt & Partner
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum
17.09.2002 um 20:00 Uhr
Anmeldung
Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.
Hinweis
Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 2 Punkten bewertet.
Programm
20:15 Uhr
Dr. A. Kromminga
Autoimmunbedingte Nierenerkrankungen
20:35 Uhr
Dr. I. Krenz
Moderne Aspekte der Urindiagnostik
21:00 Uhr
Prof. Dr. U. Kunzendorf
Neue Konzepte der Immunsuppression nach Nierentransplantation
21:30 Uhr
Diskussion
zum Thema:
Autoimmunbedingte Nierenerkrankungen stellen chro-nische Nephropathien unterschiedlicher Pathogenese dar. Während beim Lupus nephritis Ablagerungen von zirkulierenden Immunkomplexen zu einer Schädigung der Glomeruli führen, ist die Bindung spezifischer Antikörper gegen die a3-Kette des Typ IV Kollagens ursächlich für die Ausbildung eines Goodpasture-Syndroms. Die im Rahmen einer Immunvaskulitis erhöhten Antikörper gegen Granulozytenplasma, insbesondere gegen Proteinase 3, führen hingegen zu einer Entzündungsreaktion mit den Folgen einer rapid-progressiven Glomerulonephritis.
Fortschritte in der molekularen Charakterisierung der autoimmunen Prozesse ermöglichen einen verbesserten Nachweis der zirkulierenden Autoantikörper bei diesen chronischen Erkrankungen. Mittels moderner Analysenverfahren können durch die Bestimmung von Leitproteinen im Urin Erkrankungen der Nieren und ableitenden Harnwege prärenal, renal und postrenal differenziert werden. Zudem lassen sich renale Erkrankungen in glomeruläre und tubuläre Formen differenzieren.
Die Transplantation solider Organe ist in den letzten 25 Jahren zu einem etablierten therapeutischen Verfahren gereift und ermöglicht vielen Patienten nach der Transplantation ein Leben mit nur geringen Ein-schränkungen. Voraussetzung hierfür waren beeindruckende Fortschritte in den operativen Techniken und die Einführung neuer Immunsuppressiva. Durch die Aufklärung grundlegender Mechanismen der Transplan-tatrejektion konnten in den vergangenen fünf Jahren erhebliche Fortschritte in der Entwicklung neuer immunsuppressiver Medikamente erreicht werden, die unmittelbar vor der Einführung in das therapeutische Repertoire stehen. Durch Eingriffe in die Lymphozytenzirkulation, die Modulation aktivierender Signale und die Hemmung der Purin- und Pyrimidin-Synthese sind diese Medikamente in der Lage, bestehende immunsuppressive Prinzipien zu ergänzen. Das Verständnis der Wirkmechanismen und erste klinische Erfahrungen erlauben es, die Indikation des Einsatzes dieser Medikamente zu definieren.