Hämorrhagische Diathese – Diagnostik und Therapie einer Blutungsneigung
Vortragsveranstaltung
Ort
Labor Lademannbogen
Lademannbogen 61
22339 Hamburg
Datum
06.09.2011 um 20:00 Uhr
Anmeldung
Wir bitten Sie uns für die Teilnahmezusage eine E-Mail (info(at)labor-lademannbogen.de) zu schicken oder uns unter der Telefonnummer 040 / 53805-0 zu benachrichtigen. Als Besucher sind Sie an diesem Abend unter der Telefonnummer 040 / 53805-791 zu erreichen.
Hinweis
Die Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg hat diese Fortbildungsveranstaltung mit 4 Punkten bewertet.
Programm
20.15 Uhr Dr. Andreas Lämmel
Begrüßung und Einführung
20.25 Uhr Dr. Munif Haddad
Rationelle Diagnostik bei Blutungsneigung
20.55 Uhr Dr. Barbara Eifrig
Klinische Symptomatik und Therapie von Hämorrhagien - Fallbeispiele
21.25 Uhr Dr. Andreas Tiede
Erworbene Hämorrhagien bei Systemerkrankungen
21.55 Uhr Diskussion
22.30 Uhr Ende der Veranstaltung
zum Thema:
Eine Blutungssymptomatik beruht zum einen auf einer angeborenen Störung im Gerinnungssystem wie z.B. dem von-Willebrand-Syndrom, der Hämophilie A oder B, Faktorenmangelzuständen oder Thrombozytenfunktionsstörungen. Eine schwere primäre Hämostasestörung manifestiert sich in der Regel schon beim Neugeborenen oder im Kleinkindalter.
Eine im Rahmen einer systemischen Erkrankung erworbene, sekundäre Form einer hämorrhagischen Diathese tritt häufig begleitend insbesondere bei hämatologischen Erkrankungen oder Hepatopathien auf und kann den Verlauf und die Prognose des Grundleidens erheblich beeinflussen.
Häufiger und problematischer ist aber eine milde Hämorrhagie, bei der erst im Erwachsenenalter im Rahmen peri- oder postoperativer bzw. invasiver diagnostischer Maßnahmen schwer beherrschbare Blutungskomplikationen auftreten können.
Für eine rationelle Diagnostik sind die Eigen-, Familien- und Medikamenten-Anamnese von großer Bedeutung, weil sich danach Art und Umfang der Analytik richten. In Abhängigkeit von der klinischen Fragestellung werden die frühestmögliche Diagnostik einer Blutungsneigung dargestellt sowie die Aussagekraft, aber auch Grenzen der Laboranalytik aufgezeigt. Auf klinische Aspekte mit verschiedenen Ursachen einer Blutungskomplikation wird anhand von Patientenbeispielen eingegangen und auf das von-Willebrand-Syndrom als die häufigste angeborene Hämostasestörung fokussiert.
Eine sekundäre Hämorrhagie ist zwar ein Begleitproblem einer Grunderkrankung, das oft mit deren Therapie gelöst wird, dominiert aber in einigen Fällen das klinische Bild, sodass eine spezifische Therapie notwendig wird, sowohl um eine Gefährdung des Patienten durch die Blutung an sich zu vermeiden als auch um andere therapeutische Maßnahmen der Grunderkrankung zu ermöglichen. Eine Übersicht über die häufigsten sekundären Hämorrhagien wird dargestellt.